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Die Insel Usedom: Dahin reisen, wo die Sonne strahlt

Malerische Natur, weiße Sandstrände und historische Seebäder… Kein Wunder, dass sich jedes Jahr aufs Neue Tausende von Menschen für einen Urlaub auf der zauberhaften Insel Usedom entscheiden. Wenn der Wind sanft durch die Dünen streicht, die Möwen ihre Runden über dem Meer ziehen und die frische Meeresbrise einem neue Energie gibt, dann weiß man, dass man sich für die richtige Urlaubsdestination entschieden hat. Hier kann man nicht nur Sandburgen bauen und eine Auszeit am Strand genießen, sondern auch einzigartige Bäderarchitekturvillen entdecken, ausgedehnte Spaziergänge unternehmen und das Achterland mit all seinen Facetten auf dem Sattel erleben. Denn ein Aufenthalt auf der Insel Usedom ist eben ein Urlaub für die Seele.

Wusstest du schon…

Urlaubsregionen in
Mecklenburg-Vorpommern
  • dass die Insel Usedom die sonnenreichste Region in ganz Deutschland ist? Hier scheint im Jahr mehr als 1.900 Stunden die Sonne.
  • dass auf der Insel das nördlichste Schlittenhunderennen in der Bundesrepublik stattfindet? Dieses Rennen beweist, dass man dafür keinen Schnee braucht, denn der Sand tut’s auch.
  • dass in Heringsdorf auf der Insel Usedom der größte Strandkorb der Welt zu finden ist? Die Abmessungen betragen sechs mal vier mal drei Meter, womit 91 Personen hineinpassen.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Usedomer Gesteinsgarten und Waldkabinett

Nur einen Katzensprung von Ückeritz entfernt, kann man eine der bedeutendsten Gesteinssammlungen im gesamten norddeutschen Raum besuchen. Auf einem Rundweg kann man in die geologische Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns eintauchen und Exponate entdecken, die bis zu 13.000 Jahre alt sind. So gehören zu den ganz besonderen Sehenswürdigkeiten im Gesteinsgarten etwa der 2,3m³ große Nexösandstein oder ein Konglomerat aus Bruchstücken aus der Brandungszone der Ostsee. Wer nicht weiß, was das ist, der sollte also einen Ausflug in den Gesteinsgarten und Waldkabinett machen, um die Naturschätze der Insel kennenzulernen. Die Internetseite ostsee.de informiert dich über den genauen Standort sowie die Öffnungszeiten des Ausflugsziels.

Die Koserower Salzhütten

Wie wäre es mit einer Sehenswürdigkeit, die nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch etwas zu bieten hat? An der Seebrücke Koserow liegen die Salzhütten, malerische Fachwerkhäuser aus dem frühen 19. Jahrhundert, die vom preußischen Staat errichtet wurden. Diese sind mittlerweile denkmalgeschützt und dienten früher zur Lagerung von Salz, das für die Heringszubereitung benötigt wurde. Heute kann man im Museum “Uns Fischers Arbeitshütt”, in einem der Salzhütten, die traditionelle Arbeit der Fischer kennenlernen und anschließend im benachbarten Fischrestaurant Spezialitäten aus der eigenen Räucherei genießen.

Wasserschloss Mellenthin

Das Wasserschloss Mellenthin auf der Insel Usedom eignet sich perfekt für einen Familienausflug. Nachdem es 1575 erbaut wurde, wechselte das Wasserschloss mit seinem Krüppelwalmdach mehrere Besitzer bis es schließlich vom heutigen Besitzer in ein Hotel mit Gastronomie und Brauerei umgebaut wurde. Darüber hinaus befindet sich auf dem Gelände ein etwa 20 m breiter Wassergraben sowie ein Schlosspark, die die Usedomer Sehenswürdigkeit zu einem interessanten Ausflugsziel machen. Für Familien und Freunde des guten Geschmacks lädt das hauseigene Restaurant zudem regelmäßig zu speziellen Themenessen wie etwa das mittelalterliche Ritterbuffet ein, sodass man bei einem gemütlichen Beisammensein das prächtige Schloss von innen erkunden kann. Auf der Webseite des Wasserschlosses Mellenthin erfährst du mehr zu den jeweiligen Angeboten.

Bansiner Abbruchküste

Die einmalige Steilküste der Insel Usedom wurde im Laufe vieler Jahrtausende durch Wind und Wellen geformt. Und auch heute noch ändert sich die Küste regelmäßig, was man zum Beispiel an den Bäumen sehen kann. So wundert es nicht, dass man hier immer wieder spezielle Findlinge finden kann, die einst tief im Sand begraben waren und mit der Zeit frei gespült wurden. Die Bansiner Abbruchküste zählt somit zu einer der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten auf Usedom, denn hier kann man hautnah mitverfolgen, wie sich die Natur von Tag zu Tag ändert.

Draußen in der Natur auf der Sonneninsel

Obwohl der deutsche Teil Usedoms nur eine Fläche von 373 km² hat, gibt es hier unzählige Möglichkeiten, wie man die Insel nachhaltig entdecken und kennenlernen kann. So ermöglicht das vorbildlich ausgebaute Radwegenetz, das nahezu alle Sehenswürdigkeiten der Insel miteinander verbindet, Usedom von ihrer landschaftlichen Seite kennenzulernen. Da man nur wenige Höhenmeter überwinden muss, eignet sich die Ferienregion daher perfekt für einen entspannten Aktivurlaub mit Kindern. Die faszinierende Vielfalt der Flora und Fauna lässt sich aber auch auf Naturlehrpfaden entdecken, wie zum Beispiel auf dem Pfad um den Wockninsee. Und wer es lieber gemächlicher mag, der kann auch bei einer Fahrt auf der Pferdekutsche den maritimen Charme der Insel genießen.

Selbstverständlich bietet die Insel zudem hervorragende Möglichkeiten für den Wassersport. So kann man bei einer Runde mit dem Boot oder beim Windsurfen den Alltag hinter sich lassen und sollte die Sonne wider Erwarten nicht scheinen, dann lohnt sich etwa ein Ausflug zur Ostseetherme in Ahlbeck, zum Meerwasserhallenbad Zinnowitz oder eine Städtereise nach Wolgast. Für Familien gibt es ebenfalls eine ganze Menge zu sehen, sodass die Kleinen hier nicht zu kurz kommen. Beispiele für einen gelungenen Familienausflug wären etwa die Schmetterlingsfarm in Trassenheide, bei der man die Puppenstube der kleinen Insekten entdecken kann oder die Indoor-Minigolfanlage Glowgolf® in Peenemünde, wo man bei Schwarzlicht versuchen muss, den Ball in das Loch zu kriegen.

Das kulturelle Leben auf Usedom

Für Liebhaber von Kunst und Kultur hat die charmante Insel Usedom so einiges zu bieten. Denn das kulturelle Angebot reicht von Festivals über traditionelle Märkte bis hin zu beeindruckenden Museen und erlebnisreichen Theateraufführungen. So finden in den verschiedenen Orten regelmäßig Hafen- oder Sommerfeste statt, wie zum Beispiel das Hafenfest im Ostseebad Karlshagen, wo man die Menschen und ihre kulturelle Eigenheiten hautnah kennenlernen kann. Wer sich eher für Kunst interessiert, der sollte einen Besuch in der Villa Meyer in Zinnowitz oder im Kunstpavillon in Heringsdorf abstatten, wo man Werke verschiedenster Genres finden kann.

Richtig zur Sache geht es auch bei den Theateraufführungen zu, die auf der Insel stattfinden. So sorgen etwa die Schauspieler der Blechbüchse in Zinnowitz oder des Theaterzelts “Chapeau Rouge” an der Promenade in Heringsdorf immer wieder für unvergessliche Erlebnisse. Was die Museen auf Usedom angeht, so sind etwa das Eisenbahnmuseum in Ahlbeck, das historisch-technische Museum in Peenemünde oder das Muschelmuseum Heringsdorf die Highlights der Insel.

Die Reise zur Sonneninsel

Da die Insel Usedom touristisch gut erschlossen ist, kann man das Gebiet mit der Bahn aus allen Regionen Deutschlands bestens erreichen. Aus Nordrhein-Westfalen bringen etwa die IC-Züge die Gäste bis nach Züssow, von wo aus man Anschlüsse an die Züge der Usedomer Bäderbahn bekommt. Auch aus Richtung Dresden, Halle oder München erreicht man mit dem IC den Bahnhof in Züssow, sodass der Zug ein bequemes Mittel der Wahl ist.

In den Kaiserbädern operieren zudem regelmäßig Ortsbusse, sodass man in den Ortschaften selbst mit dem ÖPNV gut zurecht kommt. Jedoch gibt es zwischen den Städten auf der Insel sowie in den Schulferien nur ein begrenztes Angebot an Bussen, wie zum Beispiel die des Ostseebusses, weshalb man hier besser beraten ist, auf ein Auto auszuweichen.

Neben den kleineren Ortsstraßen, wird der Verkehr von den Bundesstraßen B110 und B111 dominiert, sodass darüber eine problemlose Anfahrt auf die Insel möglich ist. Während der Sommersaison ist allerdings zu bedenken, dass hier ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auftreten kann, da nur diese Straßen auf die Insel führen und keine Möglichkeiten zur Umfahrung bestehen.

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