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Eine Region, in der Geschichte geschrieben wurde: Das Osnabrücker Land

Wer in seinem Urlaub auf der Suche nach ganz viel Abwechslung und Erlebnis ist und dabei trotzdem nicht auf die Ruhe in der Natur verzichten möchte, der ist mit einer Reise in das Osnabrücker Land gut beraten. Die Region im Südwesten Niedersachsens schließt Teile des berühmten Teutoburger Waldes und Wiehengebirges ein und zeichnet sich durch sein breites Angebot für Aktivurlauber und Städtereisende aus. Geschichtsträchtige Orte gehen in Flussauen und Moorgebiete über und bieten den Besuchern optimale Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub. Das Osnabrücker Land stellt jedes Jahr neue Rekorde bei den Besucherzahlen auf, weshalb sich ein Urlaub in diesem Teil Niedersachsens zu jeder Jahreszeit lohnt.

Wusstest du schon…

  • dass Osnabrück die einzige Großstadt Deutschlands ist, die in einem Naturpark liegt? Der Naturpark “TERRA.vita” reicht mit seinen 1.500 Quadratkilometern bis in das Stadtgebiet hinein.
  • dass in Diepholz eine eigene Gänserasse gezüchtet wird? Die “Diepholzer Gans” ist sehr widerstandsfähig und bekannt für ihre sehr gute Fleischqualität.
  • dass durch die Stadt Meller die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verläuft? Es ist somit nicht ungewöhnlich, dass hier die Kinder einer Familie zu unterschiedlichen Zeiten Ferien bzw. schulfreie Tage haben, da sie in verschiedenen Bundesländern zur Schule gehen.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita

Urlaubsregionen in
Niedersachsen

Rund um die Friedensstadt Osnabrück zeigt der Geopark TERRA.vita anhand geologischer Phänomene und unzähliger Naturdenkmäler wie die Landschaften in der Region entstanden sind. So kann man etwa erfahren, wie sich der Teutoburger Wald und das Wiehengebirge entwickelt haben und weshalb Schalen von Muscheln und andere Fossilien auf den Kämmen der Gebirge zu finden sind. Bei einem Besuch des Natur- und Geoparks blickt man in 300 Millionen Jahre Erdgeschichte zurück und sieht, hört, fühlt und riecht was sonst unvorstellbar geblieben wäre. Besuche die Website des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita und erfahre, welche Rad- und Wanderwege durch den Park führen und welche spannenden Einrichtungen die Erdgeschichte präsentieren.

Kurpark Bad Rothenfelde

Der etwa 18 Hektar große Kurpark in Bad Rothenfelde bietet Entspannung pur für gestresste Seelen. Hier findet man zahlreiche Ruhe- und Entspannungszonen zwischen den Rosen- und Konzertgärten sowie wunderschöne Aussichten auf Tausende von Rosenstöcken. Parkbänke, Cafés und Terrassen bieten zudem malerische Plätze zum Genießen ein, wo man dem Plätschern der Parkbrunnen lauschen oder den Boulespielern zusehen kann. Alle zwei Jahre verwandelt sich der Kurpark zudem zu einer Veranstaltungsstätte mit traumhafter Kulisse, wenn wieder das Event “Lichtsicht” stattfindet und Kunstwerke aus Musik, Licht und Geräuschen den Park in eine Art Freilichtmuseum verwandeln.

Museum Industriekultur Osnabrück

Wo noch früher die alte Steinkohlenzeche Piesberg das “Schwarze Diamant” zu Tage förderte, befindet sich heute der Erlebnis- und Kulturort das Museum Industriekultur Osnabrück. Rund um das Museum können große und kleine Besucher die Maschinen entdecken, die vor mehr als 100 Jahren das Arbeitsleben der Menschen erleichterten und Rundfahrten unternehmen, um das gesamte Gelände mit all seinen Schätzen kennenzulernen. Insbesondere für Familien mit Kindern gibt es hier jede Menge spannende Mitmachangebote, sodass man die Industriekultur spielerisch und ganzheitlich begreifen kann. Auf der Homepage des Museums Industriekultur Osnabrück erhältst du mehr Infos zu den verschiedenen Angeboten, Führungen, Öffnungszeiten sowie Eintrittspreisen, damit auch du das Beste aus deinem Besuch machen kannst.

Schloss Iburg

Eine Reise in eine längst vergangene Zeit kann man auch im Schloss Iburg erleben – eine einzigartige Doppelanlage, die das Stadtbild von Bad Iburg prägt. Die Anlage besteht aus einer Benediktinerabtei mit Klosterkirche und Burg, deren berühmteste Bewohnerin wohl die Herzogin Sophie Charlotte von Hannover war. Die Ursprünge des Schlosses reichen bis in das 11. Jahrhundert zurück und so kann man hier immer noch den barocken und neu restaurierten Rittersaal sehen, in dem immer wieder anspruchsvolle Schlosskonzerte stattfinden. Und auch das Schlossmuseum präsentiert in seinen Ausstellungen die wechselhafte Geschichte der ungewöhnlichen Anlage. Die Internetseite der Gemeinde Bad Iburg informiert dich mehr über die angebotenen Führungen und Eintrittspreise des Schlosses.

Gesunde Urlaubstage und Ferien auf dem Fahrradsattel

Im Osnabrücker Land finden besonders Familien mit Kindern etliche Freizeitaktivitäten, die für viel Spaß und Spannung sorgen. Ob man den Zoo Osnabrück besucht, die Spuren der Dinosaurier in den Saurierfährten in Bad Essen-Barkhausen erforscht oder im Maislabyrinth im Hof Hauswörmann versteckte Rätsel löst: Hier findet man viele unvergessliche Erlebnisse, mit denen man die Region von einer ganz anderen Seite kennenlernen kann. Und auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt, finden Familien hier viele Indoor-Angebote, die für Faszination und Abwechslung sorgen, wie zum Beispiel das Planetarium Osnabrück oder das Bullermeck Indoor Funcenter Alfsee.

Wer seine Leidenschaft für das Radfahren noch nicht entdeckt hat, der wird es spätestens hier tun. Denn die Radregion zwischen Teutoburger Wald, Oldenburger Münsterland und Emsland bietet sowohl anspruchsvolle Radrundwege, als auch Genussradwege für die ganze Familie. Über das gesamte Osnabrücker Land erstreckt sich ein Radwegenetz mit ausgeschilderten Radtouren, die unterschiedliche Themenschwerpunkte besitzen und nach den höchsten Qualitätsstandards konzipiert wurden. Wie wäre es also mal mit einem Radausflug auf der DiVa-Tour, die durch den Naturpark TERRA.vita führt?

Die Wanderwege im Osnabrücker Land bieten ebenfalls jede Menge Genuss, Erholung, Natur und Geschichte an. Bei den Wandertouren rund um die Stadt Osnabrück kommt man immer wieder an Schauplätzen der Welt- und Erdgeschichte vorbei. Und so kann man auf der einen Seite auf den flachen Strecken der norddeutschen Tiefebene wandern, während es auf der anderen Seite Wanderwege gibt, die über die Kämme des Teutoburger Waldes und Wiehengebirge führen.

Möchte man etwas Gutes für sein Wohlbefinden tun, dann kann man sich im Osnabrücker Land ebenfalls eine unbeschwerte Auszeit in einer der vielen Heilbädern und Thermen gönnen. Die Wellness-Angebote in der Region versprechen Entspannung pur und so findet man hier Sole-Bäder, wie das Schinkelbad Osnabrück oder das AKTIVITA SoleSpa in Bad Essen, die zum Pausieren und Verwöhnen einladen.

Im Osnabrücker Land werden Kultur und Geschichte lebendig

Eine Reise in das Osnabrücker Land verspricht auch eine Reise in die bedeutungsvolle Vergangenheit Europas. Kultur und Geschichte werden in dieser Region lebendig und hier finden sich zahlreiche Schauplätze und Sehenswürdigkeiten, die die Geschicke der Menschheit prägten. So kann man etwa den Ort des Westfälischen Friedens, der nach dem Dreißigjährigen Krieg in Osnabrück beschlossen wurde besichtigen oder man erkundet das Museumsquartier in Osnabrück und entdeckt, welche zahlreichen Kulturschätze die Stadt sonst noch besitzt.

Freunde der Kunst und Kultur sollten bei einem Aufenthalt im Osnabrücker Land das preisgekrönte “Universum Kino” in Bramsche nicht vergessen. In den denkmalgeschützten Kinosälen finden neben Filmvorführungen auch Konzert- und Kabarett-Veranstaltungen statt und auch das Theater Osnabrück bietet eine Fülle an Theateraufführungen, die die Besucher für eine Weile in eine andere Welt versetzen.

Besonders spannend und unterhaltsam sind zudem die kulturellen Veranstaltungen in der Region, wie zum Beispiel das Oster-Spektakel in Bramsche, das mit Feuerwerk-, Licht- und Musikshows aufwartet oder der historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück, der zu einer der schönsten im Norden Deutschlands zählt. Auch ein Besuch des regelmäßig stattfindenden Gartenfestivals auf Schloss Ippenburg sowie der Osnabrücker Maiwoche gehören in das Pflichtprogramm eines jeden Kulturinteressierten.

Die Friedensstadt Osnabrück

In der Stadt Osnabrück wurde europäische Geschichte geschrieben. Denn zusammen mit Münster war die Stadt der Ort, an dem über den Westfälischen Frieden in Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs verhandelt wurde. Bis heute prägt dieser Friede das kulturelle und politische Leben der Friedensstadt, weshalb selbst das Rathaus des Westfälischen Friedens bereits mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurde. Heute begeistert Osnabrück ihre Gäste mit einem lebendigen Kulturleben, einer liebenswerten Altstadt sowie mit ihrer einladenden Gastronomie. Vielfältige Museen, wie das Felix-Nussbaum-Haus oder das Diözesanmuseum sorgen für ein reichhaltiges Kulturprogramm in der Stadt. Da Osnabrück die einzige Großstadt in Deutschland ist, die mitten in einem Naturpark liegt, besitzt sie auch hier ein Alleinstellungsmerkmal, das man gesehen haben muss.

Die Reise in das Osnabrücker Land planen

Mit der Deutschen Bahn gelangt man dank der ICE-Verbindungen von Hamburg sowie dem Ruhr- und Rhein-Main-Gebiet nachhaltig nach Osnabrück. Aber auch andere Ortschaften im Osnabrücker Land, wie Bramsche, Hasbergen, Melle und Quakenbrück sind an das Schienennetz der Deutschen Bahn angebunden. Schnell und bequem kann man auch mit der NordWestBahn, der Eurobahn und der Westfalenbahn in die Region reisen.

Darüber hinaus verfügt die Stadt Osnabrück ein gut ausgebautes Busnetz, wo man auf den Hauptverkehrsachsen im 10-Minuten-Takt in alle Stadtteile gelangt. Die Linien der VOS (Verkehrsgemeinschaft Osnabrück) führen zudem in die meisten Orte im Osnabrücker Land, wie zum Beispiel nach Bad Rothenfelde, Bad Iburg oder Bad Essen, sodass man auch hier die Sehenswürdigkeiten in der Region mit dem ÖPNV erkunden kann.

Zu guter Letzt ist das Osnabrücker Land auch mit dem Auto gut zu erreichen, dank seiner günstigen Lage im Südwesten Niedersachsens. Hier führen die Autobahnen A1, A30 und A33 durch die Region sowie die Bundesstraßen B51, B68, B214 und B218. So benötigt man von Dortmund aus – bei geringem Verkehrsaufkommen – etwa eine Stunde Fahrtzeit, während man es von Berlin aus in circa vier und von München aus in circa sechs Stunden in die Region geschafft hat.

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