Gut reisen auf Sizilien

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Sizilien ist die größte Mittelmeerinsel und ein Paradies für erholsame und spannende Urlaubstage. Für Urlauber, denen es am Herzen liegt, dieses Paradies zu erleben und zu erhalten, haben wir in diesem Ratgeber eine Reihe von Tipps zusammengefasst.

Verkehrsmittel auf Sizilien

Wem umweltfreundliche Verkehrsmittel beim Reisen wichtig sind, hat auf Sizilien alle Möglichkeiten dazu – allerdings ist manchmal eine gewisse Flexibilität gefordert.

Die Anreise ist mit der Bahn oder aber mit Reisebussen möglich. Beide Varianten sind aufgrund der langen Reisedauer von Deutschland durchaus anstrengend. Allerdings besteht zumindest für Zugreisende die Möglichkeiten, einen Schlafwagen zu buchen.

Auf Sizilien selbst lassen sich die größeren Ortschaften entlang der Nord- und Ostküste ebenfalls mit der Bahn erreichen. Sie fährt dort zwar eher langsam, doch dafür bietet die Fahrt traumhafte Ausblicke auf das Meer. Wenn es darum geht, die Dörfer im Hinterland zu besuchen, sind hingegen Busse die erste Wahl. Diese fahren jedoch alles andere als regelmäßig, sodass ausreichend Zeit und eine gute Planung erforderlich sind, damit die Freude am Reisen nicht in Frust umschlägt.

Um die verschwiegensten Winkel zu erreichen und zu erkunden, stellen für sportliche Urlauber auch Fahrräder, Mountainbikes und E-Bikes eine attraktive Alternative dar. Diese kann man entweder von daheim mitbringen oder vor Ort leihen.

Müllentsorgung und Recycling auf Sizilien

Obwohl Sizilien durchaus bemüht ist, die Entsorgung des Abfalls zu verbessern, lassen die aktuellen Zustände sehr zu wünschen übrig. So gibt es zum Beispiel keine Müllverbrennungsanlagen, weshalb die Müllkippen übervoll sind. Auch die Umsetzung einer funktionierenden Mülltrennung ist bislang gescheitert, was dazu führt, dass große Mengen Abfall in der Natur entsorgt werden und wilde Müllkippen entstehen. Dementsprechend verschmutzt zeigen sich leider auch viele Strände. Glücklicherweise sind aber nicht alle Landstriche sichtbar von dieser Misere betroffen.

Vegetarische und vegane Speiseangebote auf Sizilien

Hinsicht veganer und vegetarischer Restaurants hat Sizilien durchaus einiges zu bieten. Unter den veganen Gastronomiebetrieben sind zum Beispiel die Restaurants „Verdechiaro“ in Palermo sowie „Ristorante Zenzero e Salvia“ in Catania empfehlenswert. Für Vegetarier ist beispielsweise auch das „Veni a Tastari“ in Avola einen Besuch wert.

Bio-Lebensmittel auf Sizilien

Der ökologischen Landwirtschaft wird auf Sizilien ein beachtenswert hohes Interesse entgegengebracht. So gibt es etwa die Kooperative Salamita, die besonders kleinere Betriebe in dieser Hinsicht fördert. Dementsprechend werden Bio-Lebensmittel auf zahlreichen Märkten und in Hofläden angeboten. Gegebenenfalls muss man in den Ortschaften ein wenig herumfragen, um an die richtige Adresse zu gelangen.

Ökologische Probleme auf Sizilien

Neben den Missständen im Hinblick auf die Abfallentsorgung, die wir bereits angesprochen haben, ist auf Sizilien ein weiteres Problem allgegenwärtig: Gifte im Meer. Konzerne sollen über Jahre hinweg große Mengen an Giftstoffen – besonders Quecksilber – ins Meer geleitet haben, um die teure Entsorgung zu umgehen. Die Folge seien nicht nur schwere Umweltschäden, sondern auch erhöhte Quersilberkonzentrationen im Meer. Hunderte Todesfälle unter den Angestellten dieser Konzerne, gesundheitliche Probleme in der lokalen Bevölkerung sowie Missbildungen und Erkrankungen bei Neugeborenen werden mit dieser Praxis ebenfalls in Verbindung gebracht.

Naturschutz auf Sizilien

Trotz dieser ökologischen Miseren bietet Sizilien einen reichen Schatz einzigartiger Natur, der mit entsprechenden Schutzgebieten gewürdigt und erhalten wird. So befinden sich dort zum Beispiel der Nationalpark „Parco nazionale dell’Isola di Pantelleria“ (Nationalpark der Insel Pantelleria) oder der Regionalpark „Parco dell’Etna“ (Park des Ätna). Hinzu kommen sechs Meeresschutzgebiete sowie Dutzende weiterer Naturschutzgebiete.

Strommix auf Sizilien

Erneuerbare Energien werden in Sizilien erst seit dem Jahrtausendwechsel genutzt und machen auch heute nur einen kleinen Bruchteil der Stromversorgung der Insel aus. In Anbetracht der zahlreichen Sonnenstunden wird hier also zweifellos viel Potenzial verschenkt. Ein Großteil des Strombedarfs Siziliens wird mithilfe der Stromleitungskreuzung der Straße von Messina gedeckt, über die die Insel mit dem Stromnetz des Festlandes verbunden ist. Auch dort überwiegen jedoch leider fossile Energieträger bei weitem, während nur rund ein Drittel auf erneuerbare Energien – und zwar überwiegend Wasserkraft – entfällt.