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Tipps für Freizeit, Reisen und Urlaub

Nur wenige Städte haben eine so wechselvolle Geschichte wie die deutsche Hauptstadt. Inzwischen gehört Berlin zu den dynamischsten Metropolen Europas und der Welt.

Oberbaumbrücke, lizensiert bei Adobe Stock
Oberbaumbrücke

Unsere Hauptstadt ist immer eine Reise wert. Aufgrund ihrer Größe wartet sie bei jedem Besuch mit neuen Überraschungen und bisher unentdeckten Aktivitäten auf. Mit einer Fläche von fast 900 Quadratkilometern und 3,7 Millionen Einwohnern ist sie sowohl die flächenmäßig größte als auch die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands. Zum Vergleich: Paris würde auf ihrem Raum etwa neun Mal Platz finden.

Berlin, Spreeufer am Abend, lizensiert bei Adobe Stock
Berlin, Spreeufer am Abend

Berlin gilt als internationales Zentrum für innovative Unternehmensgründer*innen und als Zentrum der Kreativität. Nur jede*r Vierte stammt mittlerweile noch ursprünglich aus der Stadt – ein Großteil der heutigen Bevölkerung ist zugezogen. Noch immer steigen die Einwohnerzahlen stetig an, wenn auch langsamer als noch vor wenigen Jahren. Der Tourismus boomt weiterhin: Berlin verzeichnet rund eine Million Tourist*innen pro Monat. Das geschieht nicht ohne Grund, denn aufgrund der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten gibt es in der Metropole an der Spree immer etwas zu erleben.

Breitscheidtplatz mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, lizensiert bei Adobe Stock
Breitscheidtplatz mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Zweifellos ist Berlin auch eine Stadt mit zwei Gesichtern. Nach wie vor herrscht eine Kluft zwischen den Prachtmeilen der Stadtzentren und beispielsweise dem Plattenbausiedlungen in Marzahn oder Hellersdorf im Osten der Stadt.

Wusstest du schon

  1. dass Berlin mehr Brücken als Venedig hat? 1700 sind es an der Zahl – schließlich ist unsere Hauptstadt auch um einiges größer als der Touristenmagnet in Italien.
  2. dass es in Berlin mehr Museen als Regentage gibt? Im Schnitt regnet es an 106 Tagen, während den Besucher*innen der Stadt 180 Museen zur Verfügung stehen. So könntest du theoretisch jeden Regentag in einem anderen Museum verbringen.
  3. dass pro Jahr in Berlin etwa 70 Millionen Currywürste gegessen werden? Die beste gibt es übrigens bei „Konnopke’s Imbiß“ an der U-Bahn-Station Eberswalder Straße. Dort ist übrigens auch an Veganer*innen gedacht!

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Ein Großteil der Berliner Sightseeing-Hotspots ist bereits hinreichend bekannt – und trotzdem noch einen Besuch wert.
Der Alexanderplatz ist bis heute einer der belebtesten Plätze in Berlin. Im ehemaligen Osten gelegen, ist er heute ein bedeutender Knotenpunkt für Einwohner*innen und Tourist*innen. Von hier aus hat man beste Sicht auf den Fernsehturm und kann die berühmte Weltzeituhr bewundern, die vor allem bei Jugendlichen ein beliebter Treffpunkt ist. Auch das Rote Rathaus und der Neptunbrunnen befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Dom, lizensiert bei Adobe Stock
Berlin Cathedral. German Berliner Dom. A famous landmark on the Museum Island in Mitte, Berlin, Germany.

Wer Lust auf einen kurzen Spaziergang hat, kann den Berliner Dom von hier aus fußläufig erreichen. Dieser ist von außen wunderschön – wer ihn jedoch auch von innen bestaunen möchte, bucht einfach eine Dombesichtigung. Im angrenzenden Lustgarten lässt es sich im Anschluss hervorragend picknicken.

An vergangene Zeiten erinnern unter anderem der Checkpoint Charlie auf der Friedrichstraße und das interaktive DDR Museum. Wer mehr über die Vergangenheit unseres Landes erfahren, in einem waschechten Trabi sitzen oder ein originales DDR-Wohnzimmer kennenlernen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Holocaust Mahnmal, lizensiert bei Adobe Stock

Das Holocaust-Mahnmal hinterlässt bei der Besichtigung ein mulmiges Gefühl im Magen. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um eine wirklich imposante und beeindruckende Sehenswürdigkeit, die außerdem den Nebeneffekt hat, dass sie den Boden der Tatsachen wieder näherbringt.  

Berlin - Brandenburger Tor, lizensiert bei Adobe Stock

Ganz in der Nähe befinden sich das weltberühmte Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude und der Gendarmenmarkt. Diese Gegend in Berlin-Mitte bietet sich für einen ausgedehnten Spaziergang entlang der Spree hervorragend an. Übrigens: Die gläserne Kuppel des Bundestages ist kostenlos begehbar und bietet einen umfassenden Blick über die Stadt.

Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt, lizensiert bei Adobe Stock
Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt

Atemberaubend ist auch die Aussicht auf die Siegessäule im Stadtteil Tiergarten. Falls du die Dinge lieber selbst in die Hand nimmst: Auch diese Sehenswürdigkeit ist begehbar. Für drei Euro erhältst du einen spannenden Rundumblick auf den Großen Tiergarten und das Schloss Bellevue.

Die Möglichkeiten, die Berlin zur Gestaltung der Freizeit bietet, sind vielfältig. Die Anzahl an Sportanlagen, Kinos, Seen und Freibädern, Museen und Galerien, Grillplätzen und Parks ist kaum überschaubar. Und auch das Berliner Nachtleben ist ausgesprochen lebendig. Rege besuchte Kneipenviertel und zahlreiche Szenelokale finden sich vor allem in den Bezirken Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Überregional bekannt sind Ausgehmeilen wie die Schönhauser Allee, die Greifswalder Straße und die Simon-Dach-Straße. Doch natürlich erfüllt Berlin auch jeden kulturell gehobenen Anspruch. Gleich drei Opernhäuser sind in der Stadt beheimatet. Die Berliner Bühnenlandschaft sucht an Vielfalt, Qualität und Quantität ihresgleichen in Deutschland. Nur ein Beispiel von vielen ist die Kantstraße in Charlottenburg: Das gehobene Theater des Westens befindet sich in Rufweite zur winzigen humoristisch-alternativen Vagantenbühne, die auf dem Gelände des prächtigen Delphi-Lichtspielhauses liegt.

Freizeitaktivitäten für die ganze Familie

Blick über Berlin, lizensiert bei Adobe Stock

Natürlich darf gleich zu Beginn dieser Auflistung der Fernsehturm nicht fehlen. Mit 368 Metern ist der Turm, der von einigen Berliner*innen liebevoll „Telespargel“ genannt wird, das höchste Bauwerk Deutschlands. In 203 Metern Höhe befindet sich die Indoor-Aussichtsplattform mit angrenzendem Restaurant und einer Bar. Mit dem Aufzug geht es vom Fuß des Turms rapide in die Höhe. Mit etwas über 20 Euro für Erwachsene ist der Eintritt zwar nicht ganz günstig, der 360-Grad-Blick auf die Hauptstadt dennoch durchaus lohnenswert. Tipp: Tickets im Voraus online kaufen, dann sparst du dir das Anstehen.

Wer sich eher im Westen aufhält, kann statt des Fernsehturms auch den Funkturm im Westend besuchen. Dieser ist zwar nicht ganz so hoch, dafür aber deutlich günstiger. Ebenso wie sein großer Bruder verfügt er über ein Restaurant und eine lohnenswerte Aussicht.

Bleiben wir im Westen: Wer mehr auf Natur steht, hat vom Teufelsberg im Grunewald einen sagenhaften Blick auf die Stadt. Vor allem bei schönem Wetter – oder bei Sonnenuntergang – lässt sich der Aufstieg auf den 120 Meter hohen Berg mit einer kleinen Wanderung verbinden.

Dasselbe gilt für den Viktoriapark. Er liegt auf dem Kreuzberg, der höchsten natürlichen Erhebung in der Berliner Innenstadt, und besticht mit einem wunderschönen Wasserfall. Hier vergehen laue Sommerabende bei einem Picknick wie im Flug – natürlich komplett kostenfrei.

Das NENI Berlin verbindet eine sagenhafte Sicht mit gehobener, orientalischer Kulinarik. Im zehnten Stock des 25hours Hotel Bikini Berlin gelegen, ist es vom Kurfürstendamm fußläufig zu erreichen und gibt den Blick frei auf das Affengehege des Berliner Zoos. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du rechtzeitig einen Tisch reservierst. Sowohl die Inneneinrichtung, die leicht an einen Dschungel erinnert, als auch die Panoramafenster und vor allem das Essen sind unschlagbar. Unbedingt den Humus probieren! 

East Sied eGallery , lizensiert bei Adobe Stock

Wer nicht hoch hinaus, sondern lieber auf dem Boden der Tatsachen bleiben möchte, sollte einen Spaziergang entlang der East Side Gallery in Friedrichshain unternehmen. Dabei handelt es sich um eine dauerhafte Open-Air-Ausstellung von beeindruckenden Kunstwerken auf einem Teilstück der Berliner Mauer. Hier kannst du einige wirklich imposante und inspirierende Arbeiten komplett kostenlos und direkt an der Spree entdecken.

Mauerpark, lizensiert bei Adobe Stock

Auch ein Besuch im Mauerpark im Prenzlauer Berg lohnt sich – vor allem sonntags. Dann gibt es hier einen großen Flohmarkt, auf dem von Vintage-Kleidung über antiken Schmuck bis hin zu Retro-Möbeln alles zu finden ist. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Zahlreiche Getränkestände und Foodtrucks verkaufen Köstlichkeiten aus aller Welt. Im Sommer gibt es im Park übrigens auch eine große Karaoke-Runde, die immer wieder für Spaß und Unterhaltung sorgt.

Mit Kindern ist vor allem der Tierpark Berlin im Stadtteil Friedrichsfelde ein echtes Highlight. Zu seinem Leidwesen steht er häufig im Schatten des Berliner Zoos, wird aber dennoch insbesondere von Berliner*innen häufig bevorzugt. Mit 160 Hektar Fläche ist er der größte Landschaftstierpark in Europa und verfügt dabei auch über zahlreiche Gartenanlagen und Grünflächen zum Verschnaufen. Weniger touristisch und überlaufen, dafür ganz nah am Tier: Pferde bürsten und Schafe streicheln inklusive. Auch Eisbärin Hertha ist mittlerweile ein wahrer Publikumsmagnet.

Gelebte Späti-Kultur wird in Berlin, vor allem im Sommer, großgeschrieben. Spätis werden die Kioske genannt, die in der Hauptstadt fast an jeder Straßenecke zu finden sind – rund 1000 Stück davon gibt es aktuell. Ein Abstecher in den Späti des Vertrauens und ein Bier oder eine Limonade auf die Hand gehört für die Berliner*innen genauso dazu wie die morgendliche Fahrt mit der U-Bahn. Wer mit dem Wegbier einen Kiezspaziergang einlegen möchte: Besonders der Kollwitzkiez im Prenzlauer Berg oder der Bergmannkiez in Kreuzberg eignen sich gut dafür. Imposante Altbauten, saubere Straßen und Kopfsteinpflaster lassen die Stadt dort in einem komplett anderen Licht erscheinen und erinnern an einen Urlaub in Paris oder Wien.

Der Simon-Dach-Kiez und die Boxhagener Straße in Friedrichshain wiederum sind für dich und deine Familie da, wenn der kleine oder große Hunger aufkommt – von vietnamesisch über orientalisch bis hin zu leckeren Burgern, Pizza und Pasta ist hier alles dabei.  

Kulturprogramm

Wer bei seiner Reise vor allem Wert darauf legt, dass der kulturelle Rahmen stimmt, kann beispielsweise eines der drei Berliner Opernhäuser besuchen: Die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Unter den Linden und die Komische Oper Berlin warten regelmäßig mit einem abwechslungsreichen, spannenden Programm auf.

Auch im Friedrichstadt-Palast wird Unterhaltung großgeschrieben – hier werden beispielsweise eindrucksvolle Tanzaufführungen präsentiert. Bitte rechtzeitig um Tickets kümmern!

Bode-Museum, lizensiert bei Adobe Stock
Bode-Museum

Wie du bereits weißt, verfügt Berlin außerdem über 180 Museen – hier hast du also die Qual der Wahl. Klassiker sind beispielsweise das Pergamonmuseum, das Bode-Museum oder die Alte Nationalgalerie. Wenn du dich für moderne Kunst interessierst, bist du im Urban Nation gut aufgehoben: Hier kannst du bei kostenfreiem Eintritt kontemporäre Werke bewundern.

Für Familien eignet sich unter anderem das Naturkundemuseum. Kinder und Erwachsene staunen hier vor allem über das Dinosaurier-Skelett in Originalgröße. Da das Museum sehr umfangreich ist, solltest du besser genügend Zeit einplanen. Auch vom Spionage-Museum und dem Futurium dürften insbesondere die kleinen Gäste begeistert sein. Beide vereinen Wissen und Kultur mit der nötigen Portion Spiel, Spaß und Interaktion.

Mobil in der Region

mobil in Berlin, lizensiert bei Adobe Stock

Wer nach Berlin reisen möchte, ist keinesfalls auf ein Auto angewiesen. Die Stadt ist bestens an das Zugnetz des Fern- und Nahverkehrs angebunden und verfügt über diverse große Bahnhöfe wie den Hauptbahnhof, den Ostbahnhof oder den Bahnhof Gesundbrunnen. Neben der Deutschen Bahn bietet neuerdings auch FlixTrain von verschiedenen Ausgangspunkten günstige Fahrten in die Hauptstadt an. Mit den beiden Flughäfen in Tegel und Schönefeld und dem neu entstehenden Flughafen BER ist Berlin auch aus der Luft gut zu erreichen. Schlussendlich sind natürlich auch Mitfahrgelegenheiten oder Fernbusse eine gute Reisemöglichkeit.

Innerhalb der Stadt ist ein Auto noch weniger notwendig. Parkplätze sind begrenzt und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist nicht nur nachhaltig, sondern führt meist auch schneller von A nach B. Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen in Abständen von fünf bis zehn Minuten regelmäßig zahlreiche Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen, sogenannte Trams, zur Verfügung, die dich zuverlässig zu deinem Ziel transportieren. Zu erkennen sind die Fahrzeuge der BVG an der typischen gelben Farbe. Übrigens: Alle BVG-Fahrzeuge zusammengerechnet fahren täglich ganze 8,7 Mal um die Erde – das allein verdeutlicht die hervorragende Anbindung auf außergewöhnliche Art und Weise. Größere Knotenpunkte sowie der „Ring“ um den Stadtkern werden außerdem mit der S-Bahn angefahren. Mit dem Einzelticket für 2,90 Euro kannst du dich zwei Stunden lang frei in der Stadt bewegen. Bevorzugst du ein Tagesticket, kostet dich das aktuell 8,60 Euro.

Tipp: Statt der typischen Doppeldecker-Touristenbusse einfach eine Fahrt mit der Buslinie 100 unternehmen. Sie fährt vom Zoologischen Garten bis zum Alexanderplatz und klappert dabei in ca. 30 Minuten alle wichtigen Hotspots ab – und du zahlst nur den Preis für dein BVG-Ticket.

Wer genug vom Großstadttrubel hat und sich nach Ruhe sehnt, kann entweder in die S-Bahn nach Potsdam steigen, einen Trip an die Ostsee unternehmen oder sogar über die polnische Grenze ins Nachbarland fahren – all das ganz umweltfreundlich mit dem Zug.