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Spektakuläre Landschaften und vielfältige Kultur in der Sächsischen Schweiz

Wer seinen Urlaub in der Sächsischen Schweiz plant, auf den wartet eine Reise in einer der spektakulärsten Landschaften, die Deutschland zu bieten hat. Entlang des Elbtals von Pirna bis über die tschechische Grenze hinaus, findet man in der Region bizarre Felsformationen, Buchenwälder, wilde Bäche und tief eingeschnittene Täler. Der Nationalpark Sächsische Schweiz mit dem berühmt-berüchtigten Elbsandsteingebirge zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Sachsens und bildet eines der bekanntesten Postkartenmotive Deutschlands. Hier findet man trotz der steigenden Touristenzahlen idyllische Täler und Berge sowie ursprüngliche Dörfer und Städte fernab des Massentourismus. Damit wird der Urlaub in der Sächsischen Schweiz garantiert erholsam und spannend zugleich.

Elbtal, lizensiert bei Adobe Stock
Blick ins Elbtal vom Basteigebirge aus

Wusstest du schon…?

Urlaubsregionen in Sachsen
  • dass aus Sachsen zahlreiche Erfindungen kommen, wie etwa der Bierdeckel, der Lodenmantel, das Porzellan oder die Trommelwaschmaschine? Erfunden wurden diese Dinge in der Stadt Dresden, die nur unweit des Nationalparks Sächsische Schweiz liegt.
  • dass berühmte Persönlichkeiten wie Johann Sebastian Bach oder Erich Kästner in der Region lebten? Sie sind nur zwei der vielen Künstler, die sich durch das Elbsandsteingebirge inspirieren ließen.
  • dass in der Stadt Sebnitz die größte Seidenrose der Welt hergestellt wurde? Die Blüte ist 3,7 m hoch, hat einen Durchmesser von 1,5 m und wiegt etwa 10 kg.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Festung Königstein

Festung Königstein, lizensiert bei Adobe Stock
Festung Königstein im Nebel

Als eine der größten und schönsten Burganlagen in Europa zieht die Festung Königstein jährlich Besucher aus der ganzen Welt an. Jahrhundertelang galt sie nämlich als der sicherste Ort im Freistaat Sachsen und wurde in ihrer 750-jährigen Geschichte als Kloster, Kriegsgefangenenlager, Lazarett und Staatsgefängnis genutzt. Viele Herzöge und Fürsten kamen hierher, wenn die Zeiten unsicher schienen und feierten ausgelassene Feste, sobald der Frieden das Land regierte. Heute ist die Festung mitunter das beliebteste Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz und wenn auch du die Anlage besuchen möchtest, dann kannst du auf der Homepage der Festung Königstein die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise herausfinden.

Die Bastei im Elbsandsteingebirge

Bastei, lizensiert bei Adobe Stock

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört, ist die Bastei im Elbsandsteingebirge. Hierbei handelt es sich um die berühmteste Felsformation des Nationalparks, die schon auf vielen Postkartenmotiven abgebildet war. Von hier oben bietet sich ein einzigartiger Ausblick auf zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten, die die Sächsische Schweiz zu bieten hat, wie etwa den König- oder Lilienstein. Die bemerkenswerte Brücke, die zwischen den Felsformationen führt, bietet ebenfalls ein fantastisches Panorama über die gesamte Region. Zudem gelangt man von hier aus auch ganz einfach zu anderen Sehenswürdigkeiten, wie die Felsenburg Neurathen, den Ferdinandfels oder das Kanapee. Die Aussichtsplattform und Brücke der Bastei sind zu jeder Jahreszeit frei zugänglich und kosten keinen Eintritt.

Schloss Weesenstein

Schloss Weesenstein, lizensiert bei Adobe Stock

Das Schloss Weesenstein ist anders, wie die anderen Schlösser. Überraschend und unvermittelt sticht es auf einmal über dem Müglitztal hervor und birgt in seinen Gemäuern Spuren von der Gotik bis hin zum Klassizismus. Mindestens sieben Jahrhunderte lang wurde das Schloss gebaut, wieder abgerissen und verändert – und von oben nach unten errichtet. Daher findet man hier einen Turm der jahrhunderte älter ist, als der darunterliegende Wintergarten sowie einen Pferdestall in der fünften Etage und einen Festsaal unter dem Dachboden. Mehr Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest du auf der offiziellen Homepage des Schlosses Weesenstein.

Der Kuhstall

Kuhstall, lizensiert bei Adobe Stock

Südlich des Lichtenhainer Wasserfalls, auf 337 m Höhe, erhebt sich ein eindrucksvolles Naturdenkmal: Der Kuhstall. Hierbei handelt es sich um das zweitgrößten Felsentor in der Sächsischen Schweiz, wo auf dem Bergrücken im 15. Jahrhundert die Burg Wildenstein stand. Man vermutet, dass sich der Name für das Felsentor von den einstigen Bewohnern der Burg ableitet, die ihre Kühe unter dem Naturdenkmal unterbrachten. Bereits seit dem 19. Jahrhundert ist der Kuhstall touristisch erschlossen und wurde im Laufe der Zeit von vielen Malern und Schriftstellern als Inspirationsquelle aufgesucht. Heute kann man von der Aussichtsterrasse einen herrlichen Blick auf die Kletterfelsen des Nationalparks bekommen und die Überreste der Burganlage erkunden.

Barockgarten Großsedlitz

Der Barockgarten wurde zunächst vom ersten Besitzer Reichsgraf von Wackerbarth 1719 begonnen. Nur wenige Jahre später kaufte August der Starke den Park und ließ ihn von den Architekten Pöppelmann und Longuelune zu einem Barockgarten nach französischen und italienischen Vorbild gestalten. Nach dreizehn Jahren wurde das ehrgezige Projekt allerdings wegen Geldmangels gestoppt und der Barockgarten ist daher unvollendet. Aber was in diesen Jahren geschaffen wurde gehört zu den schönsten Gartenanlagen in Deutschland. Im Garten befinden sich viele blühende Pflanzen und Wasserläufe, sowie Wasserspiele. Auf dem Areal des Barockgarten Großsedlitz befinden sich noch das Friedrichschlösschen Großsedlitz sowie die obere und die untere Orangerie die in ihren Ausmaßen das Schlößchen weit übertreffen.

Auf Entdeckungstour in der Sächsischen Schweiz

Aufgrund der umfangreichen Freizeit- und Aktivangebote, ist die Sächsische Schweiz mit ihrem Nationalpark ein ideales Urlaubsziel für Groß und Klein. Hier kann man zum Beispiel ausgiebig Wandern und die bezaubernde Landschaft mit ihren bizarren Felsformationen und tiefen Schluchten nachhaltig erkunden. Und auch mit dem Rad kann man die Region bestens erkunden und sowohl entspannte, als auch anspruchsvolle Strecken im Elbsandsteingebirge fahren.

Zu einem wahren Geheimtipp wird die Sächsische Schweiz aber vor allem im Winter, wenn sich die Felsenlandschaft von ihrer unergründlichen und wilden Seite zeigt. So kann man dann etwa bei einer Winterwanderung die märchenhaften Szenerien auf sich wirken lassen und die Wanderwege und Aussichtsplattformen alleine genießen.

Darüber hinaus bietet die Region dank ihrer vielfältigen Landschaft ein ideales Areal für große und kleine Abenteurer an. Denn hier können Familien sowohl steile Pfade und tiefe Höhlen erkunden, bemooste Schluchten entdecken und beim Paddeln und Klettern die Gegend erforschen. Zahlreiche Reiterhöfe bieten zudem die Möglichkeit, auf dem Pferd die wundervolle Natur der Sächsischen Schweiz zu genießen.

Facettenreiche Museen und Kulturveranstaltungen in der gesamten Region

Auch als Kulturlandschaft kann sich die Ferienregion im Freistaat Sachsen sehen lassen. So lädt etwa die Felsenbühne Rathen, das wohl schönste Naturtheater in Europa, Theaterfreunde, Westernfans, Familien und Klassikliebhaber regelmäßig zu Dutzenden Vorstellungen ein und sorgt mit der natürlichen Felsenkulisse im Hintergrund für ein unvergessliches Kulturerlebnis.

Ebenso ist die Vielfalt der Museen in der Region überwältigend, denn hier findet man nicht nur das älteste Wagnermuseum und größte Denkmal zu Ehren Richard Wagners, sondern auch Museen mit regionaler Ausrichtung, wie zum Beispiel die Schauwerkstatt Deutsche Kunstblume Sebnitz oder die Traditionsstätte Handpuppenspiel in Hohnstein.

Und wem das nicht genug ist, der kann sich auf dem Musikfestival “Sandstein & Musik” in die Lebensart und Kultur der Sächsischen Schweiz entführen lassen.

Pirna

Pirna, Rathaus, lizensiert bei Adobe Stock
Rathaus Pirna

Pirna an der Elbe ist Verwaltungssitz und das Tor zur Sächsischen Schweiz. Besonders sehenswert ist die Altstadt von Pirna, die mit Sehenswürdigkeiten ab dem 12. Jahrhundert gefüllt ist. Vor allem um den Marktplatz mit dem Rathaus aus dem 14. Jahrhundert herum stehen Gebäude aus vielen Jahrhunderten an denen die Entwicklung der verschiedenen Baustile in der Geschichte nach vollzogen werden kann. Genannt seien noch das Haus des Malers Canaletto, die Löwenapotheke, die St. Marien Kirche und der Erlpeterbrunnen mit der Gestalt eines Knaben aus dessen Flasche Wasser fließt.

Eine Stadt mit Weltruhm

Nur einen Katzensprung von der Sächsischen Schweiz entfernt befindet sich die Landeshauptstadt Dresden, die bereits seit dem 15. Jahrhundert als Residenz der sächsischen Kurfürsten, Herzöge und Könige diente. Vor allem im 18. Jahrhundert galt die Stadt als Zentrum der europäischen Politik, Wirtschaft und Kultur, weshalb man noch heute einige der bedeutendsten Zeugnisse dieser Zeit in der Stadt sehen kann. So kann man in der viertgrößten Stadt Deutschlands etwa die Frauenkirche, die barocke Altstadt und die moderne City, malerische Elbhänge, die Sächsische Staatskapelle und vieles mehr entdecken. Dresden kann man als ein Gesamtkunstwerk begreifen und aufgrund ihrer zahlreichen Kunstschätze und den faszinierenden Bauwerken ist sie zurecht eine Stadt mit Weltruhm.

Bequem reisen in der Sächsischen Schweiz

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Dampfschifffahrt auf der Elbe

Da die Sächsische Schweiz flächenmäßig überschaubar und verkehrstechnisch sehr gut erschlossen ist, kann man von jedem Ort sämtliche Ausflugsziele schnell und bequem erreichen. Denn die Region befindet sich nur etwa 30 km von Dresden entfernt, womit sie mit dem Auto, Zug und Bus sehr leicht angefahren werden kann.

So gehören etwa die meisten Verkehrsbetriebe in der Region zum Regionalverkehr Sächsische Schweiz Osterzgebirge, weshalb man nur ein Ticket braucht, um sowohl mit der S-Bahn, dem Zug, Bus oder der Fähre fahren zu können.

Für einen Abstecher aus Dresdenin die Sächsische Schweiz bietet sich eine Zugfahrt mit dem VVO (Verkehrsbund Oberelbe) oder eine Fahrt mit einem tradisionnen Schaufelraddampfer an. Das Auto lässt man besser in Dresden, auch weil die Parkmöglichkeiten ohnehin weit entfernt von Bastei und Co. sind.

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