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Entspannung und Genuss pur im Westerwald

Zwischen Köln und Frankfurt erstreckt sich der traumhafte Westerwald, der als Naherholungsgebiet Entspannung und Genuss pur bietet. Da es noch nicht von den Touristen überlaufen ist und somit als ansprechender Geheimtipp unter den Naturliebhabern gilt, kann man hier vom ersten Tag an einen unbeschwerten Urlaub genießen. Sattgrüne Täler, dichte Wälder, sanfte Hügel sowie luftige Berghöhen und eine frische, klare Luft sorgen bei Aktivurlaubern für behagliche Tage inmitten unverfälschter Natur. Das bekannte und facettenreiche Mittelgebirge bietet sowohl für große, als auch kleine Besucher ein attraktives Freizeitprogramm, sodass die Gäste immer wieder gerne hierher zurückkommen. Damit kann man sich sicher sein, dass man im Westerwald einen erlebnisreichen Urlaub in der Natur verbringt.

Wusstest du schon…

  • dass man im Westerwald trotz der Nähe zu den Weinanbaugebieten entlang des Rheins vor allem Bier trinkt? Ein Beweis hierfür ist die Biersuppe – ein regionales Gericht, das bei Bedarf mit Rosinen oder etwas Rum hergestellt wird.
  • dass der bisher weltgrößte Dippekuchen (ein Traditionsgericht der Region) 1983 in Ebernhahn im Westerwald gebacken wurde? Hieraus ergaben sich bei einer Oberfläche von knappen 5 Quadratmetern etwa 4.000 Portionen.
  • dass man im Westerwald – genauer genommen im Kannenbäckerland – das größte Keramikmuseum der Welt finden kann? Das liegt unter anderem auch daran, dass sich hier das größte Tonvorkommen in Europa befindet, weshalb der Westerwald vor allem auch für seine Keramikerzeugnisse bekannt ist.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Druidenstein

Urlaubsregionen in
Rheinland-Pfalz

Einer der begehrtesten Anlaufpunkte im Westerwald ist der etwa 25 Millionen Jahre alte Druidenstein – ein Geotop, um den sich zahlreiche Mythen und Legenden ranken. Der Druidenwanderweg, der von Kirchen über den Ottoturm bis hin zum Druidenstein und zurück führt, ist in etwa 15 Kilometer lang, sodass sich eine Wanderung hierhin perfekt für einen Tagesausflug lohnt. Schon vor vielen Jahren wurde der Stein immer wieder von Menschen aufgesucht, die hier wahrscheinlich die Sonne anbeteten. Doch ist man hier einmal angekommen, eignet sich dieser Ort perfekt für eine kleine Wanderpause, während man die Natur des Westerwaldes genießt.

Stöffel-Park bei Enspel

Wer im Westerwald eine aufregende Zeitreise unternehmen möchte, der sollte den Freilichtpark bei Enspel besuchen. Hier wird die Geschichte der vergangenen 25 Millionen Jahre lebendig und zahlreiche Events wie zum Beispiel das 24h-Mountainbike-Rennen, diverse Konzerte oder Segway-Fahrten sorgen dafür, dass dieses Ausflugsziel zu einem Erlebnis für die ganze Familie wird. Auf eine anschauliche Weise wird im Stöffel-Park die Industrie präsentiert, die für den Basaltabbau und -verarbeitung nötig war. Darüber hinaus handelt es sich bei diesem Park um eine bedeutende Fossillagerstätte, in der sich die Kinder selbst auf die Suche nach Fossilien begeben und diese untersuchen können. Auf der Webseite des Stöffel-Parks erhältst du mehr Infos zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen.

Besucherbergwerk Grube “Bindweide”

Mehr als 200 Jahre lang wurde in der Grube Bindweide Eisenerz befördert, bis die Förderung schließlich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde. Heute nimmt das Besucherbergwerk seine Gäste mit auf eine Reise, auf der man an zahlreichen Erlebnisstationen alles Wissenswerte über die Entstehung des Eisenerzes und der Arbeit unter Tage erfahren kann. Darüber hinaus wird der Weg des Erzes zum Stahl in der eigenen Grubenschmiede eindrucksvoll dargestellt und auch die Gäste dürfen mitschmieden. Damit wird die Anlage zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie und wenn auch du dich für den Besuch des Besucherbergwerks interessierst, dann kannst du auf www.bindweide.de mehr über die Eintrittspreise und Öffnungszeiten erfahren.

Dachschiefergrube Assberg

Mit einer Länge von etwa 240 Metern sowie einer Breite von circa 70 Metern dürfte die Dachschiefergrube in Assberg die größte und auch älteste Schiefergrube des Westerwaldes gewesen sein. Treppen führen in das gut erreichbare Bergwerk, dass sich 20 Meter unter Tage befindet, wo man bereits am Eingang über Infotafeln eine spannende Reise in die Vergangenheit unternehmen kann. Dabei kann man einen anschaulichen Einblick in die harte Arbeit der einstigen Bergleute bekommen und die noch offenen Geheimnissen der jahrhundertealten Grube entdecken. Der frei zugängliche Teil der Dachschiefergrube ist ganzjährig geöffnet und auch der Eintritt ist kostenlos.

Friesenhagen

Die kleine rote Kapelle ist ein Mahnmal. Quelle Wikipedia

Um das Jahr 1690 wurde die Rote Kapelle, auch Annakapelle genannt, in Friesenhagen (auf dem Blumenberg am Lindchen) erbaut. Sie erinnert an die Hexenprozesse und -hinrichtungen im 17. Jahrhundert.

Wiesensee

Der Wiesensee ist 80 Hektar groß und bezieht seine große Anziehungskraft aus der landschaftlichen Schönheit. Früher Fischzuchtgewässer ist er heute ausschließlich Erholungsgebiet.

Erlebnisbahnhof Westerwald

In der historischen Lokstation Westerburg, dem heutigen Erlebnisbahnhof Westerwald können Sie Eisenbahntechnik hautnah erleben, sei es bei der Restaurierung alter Dampflokomotiven oder betagter Diesellokomotiven. An jedem Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr können Sie den Eisenbahnfreunden die Schulter schauen, da wird überall im Museum gewerkelt.
Nur in Westerburg finden sie die einzigartige Spezialsammlung von Schienenfahrzeugen der Bundeswehr.

Ein traumhafter Urlaub inmitten unverfälschter Natur

Der Westerwald ist das perfekte Reiseziel für all diejenigen, die sich nach einer Auszeit in der Natur sehnen. So wird beispielsweise das Wandern in der Region das ganze Jahr über zu einem unvergesslichen Erlebnis. Denn rund 3.000 Quadratmeter laden große und kleine Wanderer dazu ein, die attraktiven Ziele, die bildschöne Umgebung sowie die einzigartige Atmosphäre von Wald und Tälern zu genießen. Wem dies allerdings nicht aufregend genug ist, der findet im Westerwald ebenso zahlreiche Möglichkeiten, an Klettersteigen sein Können zu beweisen. So auch etwa am Klettersteig bei Döttesfeld, der durchaus anspruchsvoll ist, aber auch jede Menge Spaß macht.

Bei den Fahrradwegen ist ebenfalls für jeden Geschmack etwas dabei – ganz gleich, ob man es lieber etwas actionreicher oder gemütlicher mag. Die zauberhafte Region im Westen der Bundesrepublik bietet nämlich einige Täler, in denen es sich hervorragend fahren lässt. Zwar muss man im Westerwald einige Höhen mit dem Rad überwinden, dafür geht es aber ebenso wieder schnell herunter und die meisten Stellen sind mit dem Fahrrad gut zu meistern. So kann man bei einer ausgedehnten Radtour innerhalb kürzester Zeit viele Sehenswürdigkeiten im Westerwald erkunden.

Dass die Ferienregion im Norden der Rheinland-Pfalz auch im Winter einiges zu bieten hat, wissen nur die wenigsten. Denn wenn die Basaltbrocken des Westerwaldes unter einer dicken Schneeschicht begraben sind und die Temperaturen in den Keller sinken, dann wird es an der Zeit, die Schlitten und Skier herauszuholen und rasanten Fahrspaß auf der Piste zu erleben. Ski- und Rodelgebiete wie etwa in Unnau, Rennerod oder Westerburg gehören daher zu den beliebtesten Anlaufstellen in der Region. Und wenn man sich auf der Piste ausgepowert hat, dann laden die hochwertigen Wellnessangebote im Westerland dazu ein, sich von Kopf bis Fuß verwöhnen zu lassen. Einrichtungen wie das MarienBad, die Kristall-Rheinpark-Therme oder die Saunalandschaft Vitalium bieten eine wohltuende Auszeit vom Alltag an.

Für Familien hat die Ferienregion ebenfalls einiges im petto wie zum Beispiel den Wild- und Freizeitpark in Gackenbach. Hier kann man Braunbären, Uhus und Damwild aus nächster Nähe betrachten und den kleinen Ziegen im Streichelzoo näherkommen. Zudem findet man hier eine 400 Meter lange Sommerrodelbahn sowie ein Abenteuerspielplatz und Grillplatz, sodass man hier einen schönen Tag mit der ganzen Familie verbringen kann. Für große und kleine Entdecker bietet sich darüber hinaus ein Besuch in der Schauhöhle Herbstlabyrinth an, wo man wunderbare Ausblicke auf die Tropfsteine bekommt und einen Gang durch die Erdgeschichte unternehmen kann.

Aktiv die Kultur im Westerwald erleben

Kultur und Westerwald: Auf dem ersten Blick scheinen die beiden nicht viel gemeinsam zu haben, doch wenn man genauer hinblickt, dann erkennt man, dass auch der Westerwald ein reichhaltiges Kulturprogramm für seine Gäste zu bieten hat. Wie zum Beispiel in der Stadt Montabaur, die ihre Besucher mit einem breiten Angebot, von Museen über Theaterstätten bis hin zu Programmkinos lockt. So erleben die Gäste wundervolle Stunden im Schloss Montabaur, wenn wieder einmal Open-Air-Konzerte oder Klassik-Schlosskonzerte aufgeführt werden. Und auch die Stadthalle Haus Mons Tabor bietet jede Menge Spaß und Unterhaltung, wenn Musical- oder Tanzaufführungen, Konzerte oder Kindertheater stattfinden.

Kulturelle Highlights im Westerwald begrenzen sich jedoch nicht nur auf die Stadt Montabaur. Auch in den kleineren Gemeinden und Ortschaften der Region, wartet der Westerwald mit reichhaltigem Kulturvergnügen auf. Wie wäre es also mal mit einem Besuch im Keramikmuseum Ceramix in Höhr-Grenzhausen, wo man auf 2.500 Quadratmetern alles Wissenswerte zu den Themen Ton und Keramik erfährt? Im Dorfmuseum Urbach kann man hingegen alte land- und hauswirtschaftliche Geräte aus der Region erkunden und mehr über die mühevolle Arbeit der Einheimischen im 19. und 20. Jahrhundert erfahren. Und wenn es um das Theaterleben auf dem Land geht, dann steht die Region rund um Montabaur ebenfalls in nichts nach. So lädt etwa die Freilichtbühne Mehren, die in idyllischer Lage an einem kleinen Weiher liegt, ihre Gäste zu vielfältigen Theateraufführungen, Open-Air-Veranstaltungen, Konzerten und Festen ein.

Die Anreise in den Westerwald

Damit der Urlaub im Westerwald starten kann, muss man auch wissen, wie man am besten ans Ziel kommt. Aufgrund der Lage zwischen Köln und Frankfurt, gelangt man nach Westerwald mit jedem beliebigen Verkehrsmittel, sodass man auch nachhaltig bequem unterwegs sein kann.

Wie zum Beispiel mit dem Zug, der die Gäste ganz unkompliziert in die Region bringt. Mit den ICE-Verbindungen der Deutschen Bahn kann man von den großen Städten in Deutschland aus schnell nach Rheinland-Pfalz reisen. Und da das Streckennetz hier gut ausgebaut ist, sind auch die einzelnen Orte und Gemeinden mit den Regionalzügen gut erreichbar. Das Angebot des VRM (Verkehrsverbund Rhein-Mosel) bedient darüber hinaus das Liniennetz auf der Straße, sodass man auch mit dem Bus die beliebigen Ziele im Westerwald erreicht.

Für die meisten ist jedoch das eigene Auto nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel um zu reisen. Denn hierbei kann man alles einpacken, worauf man im Urlaub nicht verzichten möchte und man ist zudem stets flexibel. Somit erfreut es einen umso mehr, dass sich der Westerwald über die Bundesautobahnen A1, A6, A60 und A61 aus allen Himmelsrichtungen schnell erreichen lässt.

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