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Unberührte Landschaften und bäuerliche Traditionen im Hunsrück

Das malerische Mittelgebirge Hunsrück im Westen Deutschlands gilt noch immer als Geheimtipp unter den Touristen, obwohl es malerische Landschaften und erstklassige Freizeitangebote vorweisen kann. Wanderer und Radfahrer kommen in dieser Region voll auf ihre Kosten und auch Kulturliebhaber, die in ihrem Urlaub das quirlige Stadtleben nicht missen wollen, werden hier bedient. Denn neben den kleineren, aber dennoch sehenswerten Städten wie Simmern oder Bernkastel-Kues, sind auch Trier oder Bingen am Rhein einen Ausflug wert. Hunsrück zählt zu den noch weitgehend unberührtesten Landschaften in Deutschland, sodass man hier einen entspannten Urlaub in der freien Natur genießen kann.

Wusstest du schon…

Andere Urlaubsregionen in
Rheinland-Pfalz

  • dass Tina Turner einen Bezug zu der Ferienregion Hunsrück hat? Ihr Ehemann Erwin Bach stammt aus Holzfeld – einem Bezirk der Stadt Boppard im Rhein-Hunsrück-Kreis.
  • dass aus dieser Region zahlreiche Spezialitäten stammen, die sich rund um die Erdknolle drehen? Da Kartoffeln ein beliebtes Nahrungsmittel im Hunsrück sind, kann man sich hier lokale Gerichte wie “Krummbireworschd” (Kartoffelwurst), “Gefillte Klees” (gefüllte Klöße) oder “Dibbelabbes” (geriebene Kartoffel im Gusstopf) schmecken lassen.
  • dass im Hunsrück eine der größten Festivals der elektronischen Tanzmusik in Europa stattfindet? Die Nature One zieht seit 1995 jährlich mehrere zehntausende Besucher aus ganz Europa an.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Geierlay Hängeseilbrücke

Wer im Hunsrück auf der Suche nach wahren Abenteuern ist, der muss die Geierlay Hängeseilbrücke gesehen haben. Denn hierbei handelt es sich um die wohl spektakulärste, aber auch schönste Hängebrücke in Deutschland, auf der man in über 100 Metern Höhe über einen Tal spazieren kann. Damit ist die Geierlay Hängeseilbrücke die zweitlängste Brücke der Bundesrepublik, die lediglich an Stahlseilen hängt. Mit insgesamt 360 Metern Länge verbindet sie die beiden Ortschaften Sosberg und Mörsdorf miteinander und bietet bei der Überquerung einen sagenhaften Ausblick über die Landschaft. Auf der Webseite der Geierlay Hängeseilbrücke kannst du dir einen Eindruck über die Sehenswürdigkeit verschaffen und weitere wissenswerte Fakten erfahren.

Burg Grimburg

Die ehemalige Landesburg der Erzbischöfe von Trier und Amtssitz der Hochwaldgemeinden, wurde bereits um das Jahr 1190 errichtet. Bekannt wurde die Burg Grimburg in ihrer dunkelsten Geschichte, als hier im Mittelalter Hexenprozesse stattfanden und zahlreiche Menschen ihrem Schicksal ins Auge blicken mussten. Seit 1978 wurde die Burg zu einem Besuchermagneten ausgebaut, weshalb die Anlage mittlerweile zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Region zählt. Daher findet man hier auch heute ein Burg- und Hexenmuseum, das die Gäste über die Zeit der Hexenprozesse im Mittelalter aufklärt. Mehr Infos zu den genauen Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest du auf der Homepage der Burg Grimburg.

Besucherbergwerk Fischbach

Auf den Spuren der Vorfahren wandern und die Zeugnisse der vergangenen Epoche entdecken… Im Besucherbergwerk Fischbach erwartet die Besucher ein etwa 4 km langer Rundweg, der an alte Stollen, Relikten des Kupfererzbergbaus, Tagebauen und herrlichen Panoramablicken vorbeiführt. Anhand von leicht verständlichen Schautafeln erfahren die Gäste mehr über die Arbeit und das Leben im ehemaligen Bergwerk und bekommen so einen Eindruck, welchen Reichtum die Erde birgt und wie sie das Leben der Arbeiter nachhaltig beeinflusst hat. Die Internetseite des Besucherbergwerks Fischbach informiert dich mehr über die Eintrittspreise und Öffnungszeiten dieses Ausflugsziels.

Schinderhannesturm

An der Ostecke der Stadt Simmern befindet sich der Schinderhannesturm, der früher als Gefängnisraum und Pulvermagazin diente. Seinen Namen erhielt er, nachdem der berühmt-berüchtigte Räuber “Schinderhannes” gefangen gehalten wurde, woraus er allerdings fliehen konnte. Heute findet man in dem Turm eine Ausstellung, die alles Wissenswerte rund um den “Schinderhannes” sowie die einstige Funktion des Turms präsentiert. Mehr Infos zu den Öffnungszeiten erhältst du auf der Webseite der Stadt Simmern.

Wo die Natur zu einer Erlebniswelt wird

Gleich zwei Naturparks und ein Nationalpark machen die Ferienregion Hunsrück zu einem erlebnisreichen Ausflugsziel für die ganze Familie. Sowohl Erwachsene, als auch Kinder finden hier das passende Freizeitangebot für sich und das obwohl Hunsrück zu den unbekannteren Urlaubsdestinationen zählt. So kommen die Kleinen im Tier-Erlebnispark Bell auf ihre Kosten, wenn sie bei den Tiertrainings zuschauen und allerlei Wissenswertes über das Leben der Bewohner erfahren können. Auch das Dschungeldorf – eine Indoor-Erlebniswelt mit zahlreichen Attraktionen – bietet jede Menge Spiel, Spaß und Sport. Und im Waldabenteuer Kastellaun finden alle Altersklassen das Passende Programm für sich. Denn hier kann man in unterschiedlichen Höhen verschiedene Parcours bewältigen und Freizeitspaß an der frischen Luft erleben.

Die Ferienregion Hunsrück bietet allerdings auch abwechslungsreiche Radwege im Mittelgebirge an, an denen man die stille Naturlandschaft genießen kann. So findet man hier beispielsweise den Hunsrück-Radweg für aktive Freizeitradler, RadAktivRouten für Mountainbiker und auch leichtere Radtouren entlang stillgelegter Bahntrassen für die ganze Familie.

Darüber hinaus befinden sich im Hunsrück einige der bezauberndsten Wanderwege Deutschlands, wie der Saar-Hunsrück-Steig oder der Soonwaldsteig, die an den schönsten Stellen des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und Naturparks Soonwald-Nahe vorbeiführen. Zudem gibt es hier erlebnisreiche Kurztouren, wie zum Beispiel die zertifizierten Spazierwege Traumschleifchen, auf denen man ebenso die natürliche Vielfalt der Region entdecken kann.

Bei genügend Schneefall im Winter verwandelt sich die Ferienregion Hunsrück in ein Skiparadies, wo man Alpinski, Snowboarden oder Langlaufen kann. Skigebiete am Erbeskopf oder Dollberg laden beispielsweise Besucher aus Nah und Fern ein, Wintervergnügen auf höchstem Niveau zu erleben und auch in der kalten Jahreszeit sportlich aktiv zu sein.

Mal beschaulich, mal wild – Kultur im Hunsrück

Viele Jahre lang wurde das Leben im Hunsrück durch die bäuerlichen Traditionen und Brauchtümer geprägt, weshalb viele Heimat- und Freilichtmuseen der Region zeigen, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Als besonders sehenswert gilt in diesem Zusammenhang das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz, aber auch darüber hinaus kann man als Besucher die regionalen Bräuche bei einer der vielen Feste im Hunsrück kennenlernen. Tradition und Geschichte kann man zudem im Hunsrück-Museum erleben, wo man neben umfangreichen Sagen der Region, auch Künstler und historische Ereignisse im Hunsrück kennenlernen kann.

Dass die Kultur in diesem Teil der Rheinland-Pfalz zum Erlebnis wird, beweisen auch die geselligen Veranstaltungen, die jedes Jahr stattfinden. Bauernmärkte, traditionelle Dorffeste, Weihnachtsmärkter oder auch Rave-Festivals und Open-Air-Festivals lassen die Region rund um den Hunsrück zu einem Paradies für Kulturliebhaber werden. Zudem kann man hier einige großartige Musikveranstaltungen, beeindruckendes Schauspiel und witziges Kabarett erleben, wie zum Beispiel im Zentrum am Park in Emmelshausen, das ein stets abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt bietet.

Die älteste Stadt Deutschlands – Trier

Wer eine Reise in den Hunsrück plant, der kommt an einem Besuch der Stadt Trier nicht vorbei. Viele bedeutende Persönlichkeiten haben die älteste Stadt Deutschlands nachhaltig geprägt und schon die Römer sahen Trier als eine Metropole nördlich der Alpen an. Heute hält die Stadt Vieles bereit, das nicht nur Geschichtsfans, sondern auch Weinliebhaber begeistert – handelt es sich doch hierbei um den idealen Ausgangspunkt, um die erstklassigen Weingüter der Mosel und Saar kennenzulernen. Die vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten wie zum Beispiel die Porta Nigra, der Trierer Dom sowie die Liebfrauenkirche zeugen von der reichen Vergangenheit der Stadt und ermöglichen den Besuchern so, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen. Damit hält Trier für jeden das Richtige bereit und bietet eine spannenden Entdeckungsreise am Rande des Hunsrück.

Die Anreise in den Hunsrück

Ob individuell mit dem eigenen PKW oder bequem und nachhaltig mit Bus und Bahn: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie man in den Hunsrück reisen kann.

So verfügt die Region beispielsweise ein gut ausgebautes Schienennetz, das von der Deutschen Bahn bedient wird und gleich drei Bahnhöfe im Nationalpark Hunsrück-Hochwald aufweist. Auch die Städte Trier, Mainz und Saarbrücken, die alle nur eine kurze Fahrtzeit von Hunsrück entfernt sind, bieten Regionalbahnen in die Ortschaften der Region, sodass eine gemütliche Anreise mit dem Zug garantiert werden kann.

Vor Ort ist man dank der regionalen Buslinien auch ohne Auto mobil und Verkehrsverbünde wie der VRM, oder der VRT verbinden die verschiedenen Ziele der Region miteinander.

Entscheidet man sich für die Anreise mit dem eigenen Auto, so bietet es sich an, die Städte Koblenz oder Trier anzusteuern und anschließend mit den Bundesstraßen in die Region zu fahren. Autobahnen wie die A1, A61, A62 und A64 führen allesamt am Hunsrück vorbei und ermöglichen so eine schnelle und stressfreie Anreise.

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