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Naturerlebnisse mit Skyline-Blick: eine aktive Auszeit im Taunus

Westlich der Messestadt Frankfurt am Main befindet sich der Taunus, der von kontrastreichen Landschaftsformen sowie einem kulturellen Facettenreichtum geprägt ist. Als Teil des Rheinischen Schiefergebirges überrascht die Urlaubsregion ihre Besucher stets aufs Neue und ermöglicht sowohl erlebnisreiche Gipfelwanderungen, als auch Städtetouren in mondänen Ortschaften. Aufgrund des vielfältigen Freizeitangebots ist der Taunus eine beliebte Ferienregion für Aktivurlauber, Familien sowie Kultururlauber, die die ursprüngliche Schönheit der Region kennenlernen und einen Städteurlaub mit den Vorzügen der Natur kombinieren wollen. Somit ist an Langeweile im Taunus gar nicht erst zu denken, denn hier wird für jeden Geschmack und jede Altersstufe das Passende angeboten.

Wusstest du schon…

  • dass der Taunus die erste Gebirgsregion in Deutschland ist, die von einem Heißluftballon überquert wurde? Hier unternahm der französische Ballonpionier Jean-Pierre Blanchard 1785 die allererste Luftreise in Deutschland.
  • dass der berühmte Dichter und Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe einige Zeit seines Lebens im Taunus verbrachte? Insbesondere der Große Feldberg und die Stadt Bad Homburg zählen zu den Besuchen und Stationen seines Lebens.
  • dass die Markenbezeichnung aller Autos der Ford-Werke AG bis 1967 “Taunus” war? Das ist auch der Grund, weshalb hier jedes Jahr in Kronberg im Taunus die überregionale Oldtimerrallye “Die Klassik Tour Kronberg” stattfindet.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Großer Feldberg

Urlaubsregionen in
Hessen

Mit insgesamt 881 Metern ist der Große Feldberg der höchste Berg im gesamten Taunus und liefert spektakuläre Aussichten über die Region bis nach Frankfurt. Schon von Weitem kann man den 50 Meter hohen Fernmeldeturm auf dem Gipfel entdecken, der 1937 errichtet wurde und mittlerweile charakteristisch für den Berg ist. Jedoch ist der Große Feldberg nicht nur aufgrund der wunderbaren Aussicht ein beliebtes Ausflugsziel: Hier befindet sich ebenfalls die Greifvogelwarte “Falkenhof”, wo man regelmäßig Flugvorführungen beiwohnen und die tierischen Stars kennenlernen kann. Und wer auf der Suche nach noch mehr Panoramablicken ist, der kann den Gipfel des nahegelegenen Brunhildisfelsen erklimmen und seinen Blick bis ins Usinger Land schweifen lassen. Auf der Internetseite www.taunus.info erfährst du alles Wissenswerte über den Großen Feldberg sowie den angebotenen Einkehr- und Freizeitmöglichkeiten.

UNESCO-Weltkulturerbe Der Limes

Der Limes ist nicht nur das größte Bodendenkmal in Mitteleuropa, sondern auch gleichzeitig das Paradebeispiel für die einstigen römischen Besitzansprüche. Auch durch den Taunus verläuft ein Teil des Limes, den man noch heute besichtigen und an den man entlang wandern oder radeln kann. So führt der Limes in der Region am Kastell Saalburg bei Bad Homburg vorbei, der Teil eines archäologischen Parks ist, in dem das Leben der Römer nachgestellt wird. Darüber hinaus trifft man in der Region entlang des Limes immer wieder auf Rekonstruktionen von Wachtürmen, Gräben und Wällen, sodass man sich hier wahrlich auf den Spuren der Geschichte begeben kann. Mehr Infos über die Deutsche Limesstraße sowie deren Verlauf in der Region erhältst du auf der Internetseite der Taunus Touristik.

Schloss Braunfels

Wie aus dem Märchenbuch erhebt sich das Schloss Braunfels mit seinem Prachtbau und den Basaltkegeln über der Altstadt von Braunfels. Dabei erinnert die Anlage mit ihren Zinntürmen, Bastionen, Kanonen aus Bronze sowie den Wehrgängen an eine Ritterburg und verbreitet mit ihrem Ambiente eine besondere Magie. Die Ursprünge des Schlosses lassen sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen und noch heute wird die Anlage von der fürstlichen Familie bewohnt. Dennoch kann man als Besucher eine Führung durch die Räume unternehmen und dabei den restaurierten Rittersaal, das Treppenzimmer oder das gotische Zimmer mit der rheinischen Madonna aus dem 14. Jahrhundert entdecken. Die Webseite des Schlosses Braunfels informiert dich über die Eintrittspreise sowie die aktuellen Öffnungszeiten der Anlage.

Der Kurpark in Bad Homburg

Als einer der größten und schönsten Parks in Deutschland, steht der Kurpark in Bad Homburg seit jeher unter Denkmalschutz. Prägend für den Park sind die weiten Wiesenflächen, dichten Gehölzgruppen sowie Alleen, Solitärbäume, ein Weiher und die geschwungenen Wege, die den Besuchern eine ideale Auszeit in der Natur bieten. Seit mehr als 150 Jahren wird der Park gehegt und gepflegt, weshalb auch nach und nach Denkmäler und historische Bauten in den Kurpark eingefügt wurden, die von der Geschichte des früheren Bades erzählen. So zum Beispiel das “Brunnensälchen”, das heute eine Spielbank beherbergt, die Orangerie, das Kaiser-Wilhelms-Bad sowie die beiden Thai-Salas. Auf der Internetseite der Stadt Homburg kannst du mehr zu den einzelnen Bauten und den Kurpark im Allgemeinen erfahren.

Ein Paradies für Outdoor-Liebhaber

Dank der reizvollen Landschaft sowie den vielen touristischen Angeboten, kommen die Besucher im Taunus voll auf ihre Kosten. So stellt sich die Region als das Paradies für Aktivurlauber dar und wenn man sich das große Netz an Rad- und Wanderwegen ansieht, dann versteht man auch wieso. Hier kann man aufgrund des weitläufigen Streckennetzes mittelalterliche Ortskerne erkunden, entspannte Genusstouren unternehmen oder adrenalingeladene Downhills hinunterfahren.

Dabei prägen gleich zwei Naturparks die Region, sodass man hier zudem mitunter einer der schönsten Wanderregionen Deutschlands findet. Hoch im Kurs stehen zum Beispiel Touren rund um den Großen Feldberg, aber auch abseits des Hauptkammes des Taunus lohnt es sich, die Region zu Fuß zu erkunden. So prägen vor allem wildromantische Täler, dichte Wälder sowie Wiesen und Felder die Region und auf Wanderwegen wie zum Beispiel den Limeserlebnispfad Hochtaunus oder dem 3-Burgenweg kommt man an zahlreiche Kulturdenkmälern der Region vorbei.

Dass der Taunus auch eine Abenteuerregion für Kinder ist, beweisen die vielen verschiedenen Zoos, Tierparks sowie Freizeitparks wie etwa das Taunus Wunderland, wo man mit der ganzen Familie verschiedene Fahrgeschäfte ausprobieren kann. Darüber hinaus lockt die Region mit ihren vielen Abenteuerplätzen wie etwa dem höchsten Kletterparcours Deutschlands zahlreiche Besucher zu sich, sodass im Urlaub für viel Spaß und Action gesorgt wird.

In der kalten Jahreszeit zieht es auch viele Wintersportler zum Skifahren und Rodeln in den Taunus. So bildet zum Beispiel der Große Feldberg das Zentrum des Wintersports in der Region und bietet mit seinen knapp 900 Metern relative Schneesicherheit. Zu den bekanntesten Abfahrten des Taunus zählen etwa der “Siegfriedschuss” sowie die Nordbahnabfahrt, aber auch rund um den Großen Feldberg finden die Besucher zahlreiche große und kleine Hänge, die zum Ski- und Schlittenfahren einladen.

Kunst und Unterhaltung im Taunus

Auch abseits der großen Filmpaläste in Frankfurt am Main verspricht der Taunus pures Kinovergnügen. Kleine, schmucke Säle mit familiärem Flair bieten ausgewählte Filme zu frisch hergestelltem Popcorn an, sodass die Gäste in der Region bei einem Kinobesuch auf nichts verzichten müssen. Beispiele für solche Lichtspielhäuser sind etwa die KULT Kinobar in Bad Soden oder die Kronberger Lichtspiele, die zu humanen Preisen gemütliche Sitzgelegenheiten mit professionellen Soundsystemen und großen Leinwänden anbieten. Für Freunde von Kleinkunst und Theater gibt es ebenso eine Reihe von Bühnen in der Region, die inklusive hessische Mundart authentische und kurzweilige Unterhaltung bieten, wie zum Beispiel das Kurtheater in Bad Homburg oder das Jugendstiltheater in Bad Nauheim.

Darüber hinaus erwarten den Besuchern bei einer Reise in den Taunus zahlreiche Veranstaltungen, in denen man die Menschen mit ihrer Kultur kennenlernen kann. Die bekanntesten sind etwa das Feldbergfest auf dem Großen Feldberg, das mitunter zu den ältesten Bergturnfesten Deutschlands zählt und das Laternenfest in Bad Homburg. Und auch in Eppstein finden regelmäßig Burgfestspiele statt, die jedes Jahr Dutzende Besucher aus Nah und Fern anlocken.

Selbst die Kunst hat im Taunus eine lange Tradition, denn schon früh ließen sich berühmte Maler in der Region nieder und prägten damit das kulturelle Leben in der Umgebung. So war insbesondere im Impressionismus die Taunuslandschaft ein beliebtes Motiv, weshalb noch heute viele Galerien in der Region die beliebtesten Gemälde der Stilepoche präsentieren, wie zum Beispiel die Galerie Uhn oder die Galerie Kerstner. Daneben gibt es in allen Teilen der Region auch spannende Museen zu entdecken, die sich auf verschiedene Schwerpunktthemen spezialisiert haben und sowohl die großen, als auch die kleinen Geschichten aus der Region erzählen. So zeigt etwa die BraunSammlung in Kronberg die verschiedenen Geräte der Marke aus den letzten 90 Jahren, während sich das Limesmuseum im Hofgut Georgenthal in Hohenstein auf die Präsentation der römischen Grenzanlage spezialisiert hat.

Eine Reise nach Mainhattan

Die berühmte Banken- und Messestadt Frankfurt am Main befindet sich am Fuße des Taunusgebirges, sodass sich ein Besuch der Stadt hervorragend für einen Tagesausflug lohnt. Berühmt ist die Mainmetropole vor allem aufgrund ihrer Börse und als wichtiges Finanzzentrum Deutschlands, weshalb der Stadt allein deswegen national und international eine große Bedeutung zugesprochen wird. Vor allem die vielen Wolkenkratzer beeindrucken die Besucher auf den ersten Blick und auch die Fachwerkhäuser, die sich im Zentrum auf dem Römerberg befinden, entführen die Gäste in eine andere Welt. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Mainmetropole gehören etwa das Rathaus, die Paulskirche, das Geburtshaus von Johann Wolfgang von Goethe sowie der Kaiserdom. Somit ist Frankfurt auch als die Stadt bekannt, in der deutsche Geschichte geschrieben wurde und so verwundert es auch nicht, dass die Börsenstadt zu einer der bedeutendsten Museumsstandorte der Bundesrepublik zählt. Damit ist Frankfurt am Main seit jeher ein wichtiges Zentrum mit dem Flair einer Weltstadt und das nur unweit der ländlichen Idylle des Taunus.

So kommt man im Taunus von A nach B

Da sich der Taunus in der Rhein-Main-Region befindet, gibt es hier ein bestens ausgebautes Verkehrsnetz, sodass sich Wanderungen oder Besichtigungen sowohl mit dem eigenen Auto, als auch mit Bus und Bahn verwirklichen lassen. So verbindet das ÖPNV-Netz des RMV (Rhein-Main Verkehrsverbund) die großen Städte des Ballungsraums mit den kleinen Ortschaften im Taunus, von wo aus Ausflüge in die Natur unternommen werden können. Auch S-Bahn-Linien, die von Frankfurt am Main aus starten führen an zahlreichen Ausflugszielen in der Region vorbei, wie zum Beispiel die S2 mit der man Eppstein erreicht oder die S3, die nach Bad Soden führt.

An den Orten, wo keine Bahnen fahren, bringen die Busse die Reisenden auf eine nachhaltige Weise an das gewünschte Ziel. Ein Beispiel hierfür ist etwa die Feldberglinie, die mitunter den Feldberggipfel ansteuert. Und auch der Weiltalbus ist auf die Besucher der Region ausgerichtet und bringt zwischen Mai und Oktober die Gäste auf zahlreiche Wander- und Radstrecken der Region.

Wer mit dem eigenen Auto in den Taunus reisen möchte, der sollte sich an die Bundesautobahn A3 orientieren. Denn diese Autobahn führt durch die Region, sodass man mit dem PKW schnell am Ziel ankommt.

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