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Die Wetterau: Eine Perle abseits der hessischen Metropolen

Wer auf der Suche nach Erholung ist, aber gleichzeitig dennoch auf erlebnisreiche Aktivitäten im Urlaub nicht verzichten möchte, der sollte eine Reise in die Ferienregion Wetterau im Zentrum Hessens unternehmen. Idyllische Flussauen, Streuobstwiesen sowie die sanfte Hügellandschaft machen die Region zu einer wahren Naturschönheit und schon die Kelten und Römer wussten die Lage zu schätzen, weshalb die Wetterau bereits seit mehr als 7.000 Jahren besiedelt ist. Hier kann man mit dem Rad oder zu Fuß auf Entdeckungstouren gehen, traditionsreiche Kurorte entdecken oder auch einfach nur die Stille der zauberhaften Natur genießen. Die Wetterau hat für ihre Besucher eine ganze Menge zu bieten und doch ist sie nur wenigen bekannt – womit sie eine Perle abseits der Touristenströme der hessischen Metropolen ist.

Wusstest du schon…

  • dass die Wetterau zu einer der ältesten Kulturlandschaften in ganz Europa zählt? Es gibt viele archäologische Funde in der Region, die beweisen, dass die Menschen hier bereits vor über 7.000 Jahren ansiedelten.
  • dass die Stadt Friedberg einen legendären Rock’n’Roll Start in der Kaserne beherbergte? Die Rede ist von keinem geringeren als Elvis Aaron Presley, der 1958 während seiner Zeit in der Armee eine kurze Weile in der hessischen Stadt lebte.
  • dass man in Steinfurth – einem Stadtteil von Bad Nauheim – die erste Vorzeige-Rosenschule nach Bioland-Richtlinien in ganz Deutschland findet? Der Stadtteil Steinfurth ist das älteste Rosendorf Deutschlands und weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Keltenwelt am Glauberg

Urlaubsregionen in
Hessen

Die Keltenwelt am Glauberg ist für Kulturbegeisterte, Archäologiefans und Naturliebhaber gleichermaßen ein einzigartiges Erlebnis. Obwohl sich am Glauberg schon seit der Jungsteinzeit Menschen ansiedelten, erlebte der Ort seine Blüte während der Keltenzeit vor 2.500 Jahren. Das bestätigen etwa wissenschaftlich sensationelle Funde wie eine lebensgroße Statue eines Keltenfürsten sowie drei keltische Fürstengräber. Daher befindet sich hier heute eine Einrichtung, die aus einem Museum, Forschungszentrum und Archäologiepark besteht, sodass auch die Besucher anhand verschiedener Stationen das Leben der frühen Bewohner entdecken, begreifen und erforschen können. Als Highlight erwartet die Gäste auf dem Glauberg zudem eine spektakuläre Aussicht auf die Wetterau bis hin zur Frankfurter Skyline. Für mehr Infos zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen besuche die Webseite der Keltenwelt am Glauberg.

Burg Friedberg

Auch wenn die älteste erhaltene Urkunde über das Bestehen der Burg aus dem Jahr 1216 stammt, vermutet man, dass die Burg Friedberg bereits zwischen 1171 und 1180 im Auftrag Kaiser Barbarossas gegründet wurde. Mit insgesamt 39.000 Quadratmetern Grundfläche ist die Burganlage die größte in ganz Deutschland und bezeugt somit den Reichtum kaiserlicher Burgmannen. Heute kann man auf der Burg noch eine Reihe historischer Burgmannenhäuser, eine evangelische Burgkirche sowie den Adolfsturm, das Wahrzeichen Friedbergs, vorfinden. Und auch die doppelte Umwehrung aus dem Mittelalter ist noch in ganzem Umfang erhalten geblieben und bezeugt von der wechselhaften Vergangenheit der Anlage. Auf der Internetseite der Touristikzentrale Wetterau kannst du mehr über dieses sehenswerte Ausflugsziel erfahren.

Limes Wachturm

In Limeshain – der einzigen Gemeinde in Deutschland, die den Namen des UNESCO-Weltkulturerbes im Namen führt – steht eine authentische Rekonstruktion des Limes Wachturms und Grenzwalls der Römerzeit. Entlang des vorbeiführenden Pfades können die Gäste anhand der Erläuterungstafeln mehr über das Leben der Römer an der Grenze erfahren und lernen, welche Bereiche als Wohn- und Aufenthaltsbereich, Wachtstube und Vorratsraum genutzt wurde. Wer möchte, kann den Turm sogar in Begleitung mit einem ausgewiesenen Gästeführer erkunden und so noch mehr Einzelheiten über die einstigen Römer kennenlernen. Die Internetseite der Gemeinde Limeshain informiert dich mehr über den Hintergrund sowie die Besichtigungsmöglichkeiten des Wachturms.

Rosendorf Steinfurth

Das Rosendorf Steinfurth in Bad Nauheim ist das älteste Rosendorf in ganz Deutschland und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. So kann man hier etwa traumhaft schöne Schaugärten erkunden, das einzigartige Rosenmuseum besuchen und die Formen, Farben und Düfte von mehr als 100.000 Rosen auf sich wirken lassen. Alle zwei Jahre findet hier ebenfalls ein Rosenfest statt, wo man auch mal hinter die Kulissen der Rosenbetriebe in Steinfurth blicken darf und sich Anregungen und Inspirationen für den eigenen Garten holen kann. Mehr Infos zum Rosenmuseum und dem Rosenfest erhältst du auf der Webseite des Rosendorfs Steinfurth.

Freizeitvergnügen auf höchstem Niveau

Die Naturlandschaft der Wetterau empfängt ihre Gäste mit weiten Blicken auf saftige Wiesen, idyllische Flussläufe sowie golden schimmernde Getreidefelder und bietet eine intakte Natur, in der man zahlreiche, nachhaltige Freizeitaktivitäten unternehmen kann. So kann man etwa die beeindruckenden historischen Baudenkmäler, die mittelalterlichen Ortskerne und die vielfältige Flora und Fauna auf einer Wanderung oder einer Radtour erkunden. Mehr als 1.000 km gut ausgebaute Rad- und Wanderwege stehen für die Besucher zur Verfügung, damit sie die Ecken der Region aktiv erkunden und kennenlernen können und Strecken wie zum Beispiel der Limesradweg lassen die Geschichte der Wetterau sogar lebendig werden.

Eingebettet in der wunderschönen Auenlandschaft können die Gäste auch zahlreiche Golfplätze vorfinden, die sowohl Anfängern, als auch Fortgeschrittenen und Profis Golfvergnügen auf höchstem Niveau versprechen. Aufgrund des einmaligen Landschaftsbilds sowie der Lage zwischen dem Taunus und dem Vogelsberg, kann man von einigen Plätzen sogar die Frankfurter Skyline erblicken, womit das Spielen wirklich zu einem Erlebnis wird. Golfplätze wie die in Altenstadt, am Löwenhof oder in Bad Nauheim sorgen somit für Entspannung und Spaß, sodass sich die Besucher hier rundum wohl fühlen.

An heißen Sommertagen bietet die Wetterau ebenfalls abkühlende Unternehmungen und Ausflüge für die ganze Familie an, weshalb hier zahlreiche Möglichkeiten zum Badevergnügen bereitstehen. Neben den vielen Freibädern in der Region, lädt zum Beispiel auch der Gederner See die Besucher mit seinen umfassenden Sport- und Erholungsangeboten ein. So gibt es hier etwa einen Sandstrand, der besonders für Kleinkinder geeignet ist sowie unzählige Spielmöglichkeiten, Ruder- und Tretboote und Strandkörbe, in denen es sich hervorragend entspannen lässt.

Darüber hinaus locken auch viele weitere Einrichtungen Familien mit Kindern in die Region, sodass rundum für einen spannenden Urlaub gesorgt wird. Beispiele hierfür sind etwa der Wildpark mit TraumWald in Büdingen oder das Märchenland Merkenfritz.

Willkommen in einer der ältesten Kulturlandschaften Europas

Bei der Wetterau im Zentrum Hessens handelt es sich um eine der ältesten Kulturlandschaften Europas, weshalb man sich hier in der vielfältigen Museumslandschaft auf die Spuren der frühen Siedler begeben kann. So kann man etwa im Wetterau-Museum die Entwicklung der Arbeitswelt auf dem Land mitverfolgen oder im Butzbacher Museum die Römerzeit anhand von Originalfunden kennenlernen. Auch das 50er-Jahre-Museum in Büdingen lädt zu einer Zeitreise ein, während das Metzgermuseum alles Wissenswerte über die regionale Wurst- und Fleischverarbeitung präsentiert.

Lebendig geht es vor allem auch auf den traditionellen Festen der Region zu, wie zum Beispiel bei den Burgfestspielen in der Quellenstadt Bad Vilbel oder in der Kulturnacht in Büdingen. Ebenso zählen der Büdinger Weihnachtszauber und das Mittelalterfest sowie das Gederner Seefest mit Feuerwerk und Livemusik zu den Kulturhighlights der Region. Der “Kalte Markt” in der heimlichen Kulturhauptstadt Oberhessens Ortenberg, wird jährlich am letzten Oktoberwochenende abgehalten und lockt jedes Mal mehr als 250.000 Gäste aus Nah und Fern an.

Die Stadt der Gegensätze

Nur unweit der Wetterau befindet sich die Finanzmetropole Frankfurt am Main, die man vor allem aufgrund ihrer vielen Wolkenkratzer erkennt. Durch ihre zentrale Lage im bekannten Rhein-Main-Gebiet und einer der wichtigsten und bekanntesten Flughäfen Europas ist sie der Knotenpunkt für Hunderttausende von Einwohnern aus der Stadt und dem Umland und stellt somit die größte Stadt im Bundesland Hessen dar. Jährlich besuchen mehrere Millionen von Touristen die Messestadt am Main, hat sie schließlich zahlreiche historisch bedeutungsvolle Sehenswürdigkeit zu bieten. Die Paulskirche, der Kaiserdom, der Römerberg und das moderne Bankenviertel sind nur einige der wenigen Attraktionen, die man bei einem Besuch gesehen haben muss. Und auch die Kulturlandschaft in Frankfurt am Main bietet ein Highlight nach dem anderen, sodass man hier sowohl einen Kurzurlaub, als auch einen längeren Aufenthalt verbringen kann. Für Reisende, die die Wetterau besuchen, gehört die Stadt somit auf jeden Fall ins Pflichtprogramm – eine Stadt, in der die Gegensätze zu Hause sind.

Jede Menge Freizeitspaß mit dem gut ausgebauten ÖPNV-Netz

Durch die unmittelbare Nähe zum Ballungsraum Frankfurt-Wiesbaden ist die Wetterau mit jedem Verkehrsmittel schnell und bequem zu erreichen. So gelangt man beispielsweise mit der Autobahn A3 nach Frankfurt am Main, von wo aus Bundesstraßen in die Ferienregion führen. Die Bundesautobahnen A5 und A45 führen zudem direkt durch die Wetterau, sodass man aus jeder Himmelsrichtung in die Region reisen kann.

Wer das Auto gerne mal stehen lässt, den bringen ebenso Bahn und Bus in das Gebiet. Hier gelangt man etwa mit den ICE-Zügen und Fernverkehrsbussen bis nach Frankfurt am Main von wo aus man wiederum auf regionale Anbieter umsteigen kann, um ans Ziel zu gelangen. In der Region operieren zum Beispiel der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sowie die Verkehrsbetriebe Oberhessen (VGO), sodass man auch hier problemlos seinen Wunschort in der Wetterau erreicht. Zudem bietet die Region ihren Besuchern den sogenannten “Vogelsberger Vulkan-Express” an, ein Netz bestehend aus sechs Buslinien, die vor allem in der Hauptsaison von Mai bis Oktober an Wochenenden die Besucher zu Zielen rund um den Vogelsberg fahren. Dieses Netz bietet sich für Ausflügler, Radfahrer und Wanderer an, die zum Beispiel entlang des Niddaradwegs oder Vulkanradwegs die Region erkunden wollen.

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