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Romantische Mittelgebirgslandschaften und weltberühmte Sagen und Märchen: das Weserbergland

Wie wäre es mal mit einer Reise in eine Region, in der weltberühmte Sagen und Märchen ihr zu Hause haben? Im Weserbergland in Südniedersachsen kann man sich auf die Spuren des Rattenfängers von Hameln, den Lügenbaron Münchhausen oder Aschenputtel begeben. Die romantische Mittelgebirgslandschaft verspricht mit ihren sanften Hügeln und der idyllischen Flusslandschaft der Weser einen abwechslungsreichen und aufregenden Aufenthalt. Historische Fachwerkstädte mit prächtigen Schlössern und Burgen prägen das Bild der Landschaft und verleihen dem Weserbergland einen ganz besonderen Charme. Hier finden Aktivurlauber und Kulturbegeisterte gleichermaßen zahlreiche Angebote für sich, weshalb die Übernachtungszahlen in der Region stets steigen.

Wusstest du schon,…?

  • dass man in Wenzen im Weserbergland die kleinste Kapelle der Welt finden kann? Sie befindet sich am Waldrand des Hils und wurde im Jahr 2008 geweiht.
  • dass in Hameln das größte Pippi-Langstrumpf-Treffen der Welt stattgefunden hat? Bis heute konnte keine Stadt diesen Rekord überbieten, nachdem sich 2007 in Hameln 1.138 kostümierte Pippi Langstrumpfs getroffen haben.
  • dass die europaweit beste Bratwurst aus Hannoversch Münden kommt? Aus über 100 Bratwürsten konnte die Bratwurst von Ulrich Schumann 2017 den Preis für sich gewinnen.

Wichtige Sehenswürdigkeiten

Schloss Bad Pyrmont

Die Sommerresidenz der Fürsten zu Waldeck und Pyrmont bietet eine einzigartige Kombination aus einer ehemaligen Festungsanlage und eines Barockschlosses im Herzen der Stadt Bad Pyrmont. Erbaut im 16. Jahrhundert, wurde die Anlage während des Dreißigjährigen Kriegs so stark beschädigt, dass es anschließend fast vollständig abgerissen wurde. Nur etwa 100 Jahre später ließ Graf Anton Ulrich von Waldeck und Pyrmont ein Barockschloss auf den Fundamenten der alten Burg errichten. Heute ist das Schloss in Bad Pyrmont der kulturelle Mittelpunkt der Stadt und bietet neben einem städtischen Museum auch vielerlei Veranstaltungsprogramme, die überregional bekannt sind. Besuche das Schloss in Bad Pyrmont und erfahre auf www.museum-pyrmont.de wann es geöffnet hat und welche Ausstellungsstücke dort auf dich warten.

Die Stadt Hameln

Urlaubsregionen in
Niedersachsen

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus ist Hameln für die geheimnisvolle Rattenfängersage bekannt. Daher begegnet einem bei einem Besuch der Ortschaft an jeder Straßenecke immer wieder der ungewöhnliche Geselle, der für vielerlei Geschichten gesorgt hat. Somit ist schon allein ein Spaziergang durch die Altstadt eine Attraktion, wo man zum Beispiel das Rattenfängerhaus von 1602 finden kann. Aber auch so zählt Hameln mit den wunderschönen Fachwerkbauten als Juwel der Weserrenaissance. Auf der Internetseite der Stadt Hameln erhältst du mehr Infos zu den Sehenswürdigkeiten und Geschichte der berühmten Ortschaft.

Tillyschanze in Hann. Münden

Die Tillyschanze in Hannoversche Münden ist ein etwa 25 Meter hoher Aussichtsturm und bei Besuchern und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Etwa 30 Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt, befindet sich der Turm am Rande des Reinhardswaldes und bietet einen herrlichen Blick auf die gesamte Altstadt mit ihren drei Flüssen. Erbaut wurde die Tillyschanze bereits im Jahr 1885 als Denkmal für die heldenhafte Verteidigung der Stadt Münden im Dreißigjährigen Krieg. Daher findet man in einem der Turmzimmer ein Monumentalrelief zum Andenken an die Belagerung. Wenn also auch du dich für dieses attraktive Ausflugsziel interessierst, dann kannst du auf der Webseite der Tillyschanze in Hann. Münden mehr über die Sehenswürdigkeit im Weserbergland erfahren.

Schloss Hämelschenburg im Weserbergland

Zwischen den beiden Städten Hameln und Bad Pyrmont befindet sich die wunderschöne Renaissance-Anlage Schloss Hämelschenburg. Obwohl das Wasserschloss bereits 1588 errichtet wurde, befindet es sich immer noch im Besitz der Erbauerfamilie und kann bei einem Ausflug gerne besichtigt werden. So kann man etwa in den historischen Räumen bei einem kleinen Rundgang die originalen Möbel, Porzellansammlungen und Gemälde begutachten und im Biergarten die Schlossatmosphäre auf sich wirken lassen. Bei einem kleinen Spaziergang entlang des Geländes kommt man sogar an einer der ersten protestantischen Kirchen Deutschlands vorbei sowie an einer historischen Wassermühle und einer alten Schmiede. Mehr Infos zu den aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreisen des Schlosses Hämelschenburg im Weserbergland erhältst du auf www.schloss-haemelschenburg.de.

Schloß Bückeburg

Das Schloss der Fürsten zu Schaumburg-Lippe liegt in einer großen Parkanlage, direkt an der Altstadt von Bückeburg.
Sehenswert sind die Schlosskapelle mit ihren Freskenmalereien, der Große Festsaal mit Deckenmalerei und Stuckmarmor und der Goldene Saal mit 400 Jahre alten Holzschnitzereien.
Im Schlosspark ein gewaltiges Mausoleum mit goldenem Mosaikhimmel.

Die Abdrücke des Raubtieres wurden nicht zufällig gewählt. Die Besucher wandeln auf Bärenspuren, weil eine Bärentatze Teil des Nienburger Stadtwappens ist. Außerdem gibt es eine kostenlose 20-seitige Farbbroschüre erstellt, in der die Sehenswürdigkeiten näher erläutert werden und in der Lange Straße 18 abgeholt werden kann.

Der Pfad führt an 28 Sehenswürdigkeiten Nienburgs vorbei, u.a. am Rathaus, der Pfarrkirche St.-Martin, dem Fresen- und dem Posthof, dem Quaet-Faslem-Haus mit dem Spargelmuseum sowie einigen Nienburger Denkmälern.

Rattenfängerhaus

Das Rattenfängerhaus in Hameln ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Hameln. Das Haus 1602, gut 300 Jahre nachdem der Rattenfänger von Hameln die Kinder der Stadt mit sich nahm, gebaut und hat eine Inschrift die an den Auszug der Kinder über die Bungelosenstraße, an der das Haus liegt, erinnert.

ANNO 1284 AM DAGE JOHANNIS ET PAULI WAR DER 26. JUNI – DORCH EINEN PIPER MIT ALLERLEY FARVE BEKLEDET GEWESEN CXXX KINDER VERLEDET BINNEN HAMELN GEBOREN – TO CALVARIE BI DEN KOPPEN VERLOREN.

Im Rattenfängerhaus befindet sich ein Restaurant, das regionale Speisen und Spezialitäten zur Legende anbietet.

Hier steht die Qualität an erster Stelle

Insbesondere für Aktivurlauber gibt es im Weserbergland zahlreiche Möglichkeiten, die lebendige Geschichte, die malerischen Dörfer sowie die imposanten Schlösser, Burgen und Klöster auf einer der Wege kennenzulernen. So kann man zum Beispiel mit dem Fahrrad entspannte Tagestouren oder mehrtägige Fahrten auf Fernradwegen in der Region unternehmen, wie zum Beispiel dem Weser-Radweg. Aber auch Mountainbiker kommen im Weserbergland auf ihre Kosten: Denn das große Mountainbike-Netz in der Solling-Vogler-Region bietet auch für sportlich ambitionierte Gäste jede Menge Spaß und Action.

Wanderer können sich im Weserbergland auf gleich sechs Qualitätswege des Siegels “Wanderbares Deutschland” freuen. Quer durch die Region verlaufen zahlreiche Wanderwege, wie zum Beispiel der Weserbergland-Weg oder der Ith-Hils-Weg, die an abenteuerlichen Felsriffen, verwunschenen Urwäldern, saftigen Wiesen und uralten Hochmooren vorbeiführen. Aber auch wer auf der Suche nach einer Tagestour ist, wird hier nicht enttäuscht. Denn Strecken wie die “Drei-Burgen-Route” oder der “Wichtelpfad” laden zu Entdeckungstouren im Weserbergland ein.

Da die Region vor allem auch durch den Fluss Weser bekannt ist, gibt es hier viele Angebote, Freizeitaktivitäten in und am Wasser zu unternehmen. Ob man Schiffsrundfahrten oder Kanufahrten auf der Weser unternimmt – hier erwartet die Gäste hinter jeder Flussbiegung ein neuer Blickwinkel auf das malerische Weserbergland. Zudem kann man hier mit dem eigenen Boot ganz leicht eine Wanderpaddeltour erleben, denn hier gibt es viele Campingplätze und Kanustationen, die auf Wassersportler ausgerichtet sind.

Für Kinder bietet die Region ebenfalls jede Menge spannende Attraktionen, sodass garantiert für gute Laune bei den kleinen Besuchern gesorgt wird. Wie wäre es also mal mit einem Ausflug zur Sommerrodelbahn Bodenwerder – Deutschlands gepflegteste und schönste Allwetter Sommerrodelbahn-Anlage? Erlebnisse für Groß und Klein bietet auch das natour.NAH.zentrum Schillat-Höhle. Denn hier kann man die Natur aus den verschiedensten Perspektiven kennenlernen und in die Zeit der Dinosaurier eintauchen. Der familienfreundliche Freizeit- und Erlebnispark Rasti-Land bietet ebenfalls jede Menge Spiel und Spaß für die Kleinen. Neben Wildwasserbahnen und Achterbahnen findet man in diesem Park auch Geschicklichkeitsparcours und Hochseilgärten.

Auf den Spuren der traditionsreichen Geschichten und Legenden

Es sind nicht nur die historischen Bauwerke und die mittelalterlichen Städtchen, die die Kultur vergangener Zeiten im Weserbergland wiederspiegeln, sondern auch die zahlreichen kulturellen Angebote in der Region. Museen, Kunstausstellungen und Konzerte im historischen Ambiente laden die Gäste von Nah und Fern zu einmaligen Erlebnissen ein. Hier stößt man immer wieder auf die traditionsreichen Geschichten und geheimnisvollen Sagen der Städte, sodass sich dem Besucher ein kulturelles Highlight nach dem anderen präsentiert.

In dieser Region finden die Gäste Museen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen. Von Regional- und Volkskundemuseen bis hin zu Spezialmuseen wie dem Hubschraubermuseum Bückeburg ist alles dabei. Oft widmen sich die Einrichtungen einem speziellen Thema des Ortes, wie zum Beispiel das Museum Hameln, das die Geschichte des Rattenfängers portraitiert oder das Museum Bodenwerder, wo man alles Wissenswerte über den Lügenbaron von Münchhausen erfahren kann.

Lebendig wird die Geschichte des Weserberglands vor allem auf der Bühne, wenn die Schauspieler in einer der vielen Theaterstätten in der Region die alten Geschichten und Sagen vortragen. Die Pyrmonter Theatercompany sowie die Osterwaldbühne bieten den Besuchern ein buntes Kulturprogramm, sodass man hier die Geschichte der Region auf eine unvergleichliche Art und Weise kennenlernen kann.

Göttingen: die Stadt, die Wissen schafft

Unweit des Weserberglandes bietet sich die traditionsreiche Wissenschafts- und Universitätsstadt Göttingen für einen Tagesausflug an. Mehr als 1.000 Jahre Menschheitsgeschichte spiegeln sich in den Mauern der Stadt wieder und mittelalterliche Kirchen, grandiose Fachwerkhäuser sowie urige Kneipen und trendige Bars prägen das Bild Göttingens. Diese Stadt hat 44 Nobelpreisträger hervorgebracht, die hier studiert und geforscht haben und noch heute kann Göttingen dank der vielen Studenten ein breites Kulturangebot vorweisen. Bekannt ist die Stadt im Süden Niedersachsens vor allem auch aufgrund der zahlreichen Festivals, die hier immer wieder stattfinden, wie zum Beispiel die Internationalen Händel-Festspiele oder Jazz- und Popfestivals. Damit ist und bleibt Göttingen eine vergleichsweise junge Stadt, die durch ihre Angebote stets zu Leben erwacht.

So kann der Urlaub beginnen

Auch wenn das Weserbergland eine naturnahe Lage in Niedersachsen besitzt, kann man die Region mit dem Auto gut über die Autobahnen A2, A33 und A44 sowie über die großen Bundesstraßen B1, B64, B80, B83 und B217 erreichen. Innerhalb der Region bestehen ebenso gute Verbindungen zwischen den Ortschaften, sodass die Anreise mit dem Auto ein bequemes Mittel der Wahl darstellt.

Die verschiedenen Regionalzüge, S-Bahnen und Busse ermöglichen aber auch das nachhaltige Reisen in der Region. So gelangt man von Fernverkehrsbahnhöfen in Kassel, Göttingen, Bad Oeynhausen oder Hannover innerhalb kürzester Zeit in das Weserbergland. Und wer mit dem Bus unterwegs sein möchte, der kann die Angebote des Verkehrsverbundes Südniedersachsen (VSN) wahrnehmen und die Region mit dem ÖPNV erkunden.

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